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Text von: Carolin Schäufele

Exzellente Auszeichnungen für Thomas Lucas-Nülle und sein Xtentio-Team: Die Digitalisierungsexperten aus Göttingen sind gleich bei der ersten Teilnahme am Arbeitgeberwettbewerb ,Great Place to Work‘ unter die fünf Prozent der besten Unternehmen bundesweit gekommen.

Thomas Lucas-Nülle ist Innovator, Kopf von Xtentio, digitaler Vordenker und Zukunftsimplementierer. Schon früh setzte er auf digitale Trends und Entwicklungen, hat viele Strömungen vorausgeahnt, die heute zum Standardrepertoire agil geführter Unternehmen gehören, und war Vorreiter in Sachen Produktinformationsmanagement (PIM), als noch niemand sonst wirklich davon sprach. Inzwischen gehören seine Abhandlungen darüber in diversen Studiengängen an Universitäten und Hochschulen zu den Standardwerken.

Begonnen hat der gebürtige Kölner mit einem BWL-­Studium in Stuttgart und verschiedenen Managementpositionen auf Kundenseite. Heute arbeitet Lucas-­Nülle von Göttingen aus für große Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum, deren Dependancen in der ganzen Welt zu finden sind. Den Kopf voller Ideen scheint Stillstehen für ihn keine Option zu sein. Lucas-Nülle selbst sagt von sich, sein Blick sei immer nach vorn gerichtet. Im Fokus Fragen der folgenden Art: Wie kann man Unternehmen in ihrer Produktkommunikation digital effizienter steuern? Wie lassen sich Smart Culture und New Work implementieren, um Unternehmen intern effizienter zu machen? Was kann man verändern, wie schnell darf es sein, um möglichst viele Mit­arbeiter mitzunehmen?

Angetrieben wird er von der Idee, Unternehmensstrukturen zu verbessern. Gelebt wird das auch in seinem eigenen Unternehmen Xtentio, das gleich bei der ersten Teilnahme bei ,Great Place to Work 2019‘ drei Auszeichnungen bekommen hat und so zu den erfolgreichsten Arbeitgebern bundesweit gehört.

Aber was genau macht Xtentio? Mit dem Aufkommen des Desktop-Publishings und des E-Commerce erfuhr die Digitalisierung auch eine entscheidende Entwicklung in Richtung Produktkommunikation; produkt­relevante Informationen müssen gezielt auf­bereitet und verbreitet werden. Große Gruppen von Entscheidungsträgern bei der Auswahl neuer Software zu steuern und zu moderieren, ist eine Kernkompetenz der Firma. Im Klartext, Xtentio ist der Moderator zwischen einem Unternehmen und IT-Serviceleistern wie Softwareanbietern oder Integratoren, ein Vermittler also zwischen Welten, in denen die Beteiligten oft einfach nicht dieselbe Sprache sprechen.

Die Consultants bei Xtentio betreuen ihre Kunden persönlich vor Ort. „Wir bringen IT-Zukunftstrends in Unternehmen, verändern Unternehmenskulturen und sorgen für Zukunftsfähigkeit durch Digitalisierung.“ Und dabei ist Xtentio in diesem Bereich bundesweit führend. Zu den Kunden gehören Firmen wie Liebherr, Wilo, Warema oder Viega. „Dabei geht es ganz oft auch um klassische Unternehmenskulturen, die dringend aufgebrochen werden müssen“, sagt Lucas-­Nülle. Das heißt, wir reden hier nicht nur von New Work, sondern bringen auch neue, agile Projektmethoden in die Betriebe, die nicht bloß als Schlagworte aus der IT daherkommen. Unsere auf die Wirklichkeit angepassten Methoden funktionieren real.“

Dabei behält Thomas Lucas-Nülle auch die eigene Unternehmenskultur ständig im Blick. „Es ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit, dass Xtentio gleich bei der ersten Teilnahme an dem renommierten Arbeitgeberwettbewerb unter die fünf Prozent der besten Unternehmen bundesweit gewählt wurde“, sagt er. Xtentio sei mehr Familie als klassischer Arbeitgeber. „Bei uns steht definitiv die Menschlichkeit im Fokus, wir sind eine echte New-Work-Company.“

Flache Hierarchien, ein Wir-Gefühl und agiles Arbeiten seien auch intern nicht nur Buzzwords, sondern würden real gelebt. Auch technologisch sei dies in Standardprozessen wie Reisemanagement oder im Office implementiert. „Wir feiern auch nicht wie andere.“ Die klassische Betriebsfeier gibt es nicht, dafür aber Firmen­events mit gemeinsamen echten und einmaligen Erlebnissen – wie zum Beispiel die viertägige Reise nach Lissa­bon zum zehnjährigen Bestehen des Unternehmens, gemeinsam mit den Familien der Angestellten. „Deshalb heißen diese auch XTrophys.“, sagt er mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Implementiert in die Firmenphilosophie sind auch großzügige Regelungen zu Elternzeit und Home­office sowie diverse Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. „Ich will meine Mitarbeiter an das Unternehmen binden, und das geht nicht nur über finanzielle Mittel, sondern eben auch über eine ausgewogene Work-Life-­B­alance.“ Und das scheint zu gelingen: Die Auszeichnungen 2. Platz bei ,Bester Arbeitgeber Niedersachsen/Bremen‘, 8. Platz bei ,Bester Arbeitgeber kleiner Mittelstand‘ und 14. Platz ,Bester Arbeitgeber ITK‘, so die Platzierung bei ,Great Place to Work 2019‘, sprechen für sich.  Abgefragt wurden dazu bei den Mitarbeitern die Bereiche Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist: Xtentio hat in allem mit jeweils mehr als 90 Prozent deutlich über der Benchmark der Besten abgeschnitten.

Potenziale sichtbar machen, den Weg aufzeigen, und Unternehmen auf diesem Weg begleiten, das ist das eine. Sich abzeichnende Trends zu erkennen, das andere. Für Lucas-Nülle sind die kommenden Themen, mit denen er sich aktuell beschäftigt, das Internet of Things, kurz IoT, sowie Potenziale und Risiken, die künstliche Intelligenz-Systeme im Zusammenhang mit der Nutzung von Quantenrechnern mit sich bringen. „Was sich in diesem Bereich alles tut, ist nicht nur unheimlich spannend, sondern manchmal auch unheimlich, wenn man es in aller Konsequenz durchdenkt“, sagt er.

Um mit der rasend schnellen Entwicklung der Digitalisierung Schritt halten zu können, dürfe man selbst auf keinen Fall stehen bleiben, sagt Lucas-Nülle. „Im Grunde muss man selber extrem effizient und ständig auf Forschungsreise sein, fasziniert und auf Flughöhe bleiben. Das ist unser Job!“

Wenn es Unternehmen gelingt, mithilfe von Xtentio essenzielle Prozesse anzustoßen und diese verwirklicht werden, dann sei das Potenzial riesig. Der Weg dahin sei zugegeben mitunter steinig. „Für klassisch geführte Firmen ist die Digitalisierung eine enorme Herausforderung, nicht nur technologisch, sondern vor allem organisatorisch. Da fehlt es oft nicht nur an Ressourcen und Strukturen, sondern vor allem an Know-how und Best Practises, gerade bei sehr großen Unternehmen. Da kommen wir ins Spiel. Das ist dann ein Fall für Xtentio!ƒ