Dr. Clemens Ritter von Kempski ist Arzt, Betriebswirt und Hotelier. Im Südharz fühlt er sich zu Hause und betreibt dort zwei besondere Hotels. Als Arzt rettete er einst Menschenleben in Südafrika und notärztlich unter anderem auf deutschen Landstraßen. Seine Leidenschaft für Natur und Porzellan treibt ihn an, den Tourismus in der ländlichen Region von Sachsen-Anhalt zu entwickeln. Im Gespräch stellt sich heraus: Seine neuen Ziele sind mehr als nur ambitioniert, angetrieben von Werten und Menschen.
Ritter von Kempski nimmt uns gedanklich mit in ein Krankenhaus in Kapstadt, Südafrika. In der Notaufnahme steht ein junger Mann, ein Verband um die Brust und ein feuchter Fleck auf der Hose – und wird plötzlich nervös. „In der Notfallmedizin geht es sehr schnell um Leben und Tod und Sie müssen in wenigen Minuten entscheiden“, beschreibt der Mediziner die Situation. Aus wenigen Informationen formt er sich ein Bild, eine Meinung und dann eine Entscheidung. Nach einem winzigen Stich ins Herz droht der junge Mann zu sterben. Diagnose Herzbeuteltamponade. Das Ärzteteam öffnet ihm den Brustkorb, entlastet mit einem weiteren Schnitt den Herzbeutel und rettet ihm –vorerst – das Leben. „Sonst hätte sich das pumpende Herz selbst abgedrückt.“ Schnelle Entscheidungen und klare Kommunikation – das liebt Kempski an der Notfallmedizin. Jahrzehnte nach diesen Fällen und einigen Umwegen ist der 61-jährige Unternehmer im Südharz angekommen und will nicht weniger als ein Hotelkonzept erschaffen, „dass es weltweit noch nicht gibt“. Gelingen will ihm das, indem er auf Produkte der ,Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen‘, den Naturraum im Süden von Sachsen-Anhalt und seine Mitarbeiter setzt.
EIN BLICK INS NATURRESORT & SPA SCHINDELBRUCH
Vor der Saison ist es auf den Gängen des Naturresort & Spa Schindelbruch bei Stolberg im Südharz noch ruhig. Anfang Mai scheint die Sonne steil durch die großen Fenster und lässt die Marmorböden und Porzellanfiguren im Foyer glänzen. Neben dem ,Hotel & Spa Suiten FreiWerk‘ ist es eins von zwei der, Ritter von Kempski Privathotels & Resorts‘. Ihr Inhaber und Namensgeber ist Clemens Ritter von Kempski: Arzt, Katholik, Jäger. Der Händedruck ist fest, das braune Jackett aufgebügelt und das Lächeln so ansteckend wie der neugierige Blick. Die Ansprache ist adelig, Baron Kempski lebt zwei Karrieren, zusammengehalten von einer – wie er es nennt – kernfesten Wertestruktur. Beide Leben sind untrennbar voneinander zu bewerten, wenn es darum geht, den Menschen Kempski zu beschreiben.
Das erste: Arzt. „Seit ich klein war, wollte ich Mediziner werden“, sagt Ritter von Kempski. „Ich habe nie an etwas anderes gedacht.“ Mit 16 Jahren steigt er in den Rettungsdienst ein und studiert nach dem Abitur Medizin an der Universität Wien, der ,Harvard Medical School‘ in Boston und am ,King’s College‘ in London. Kempski wählt zuerst die internistische Ausbildung an der Uniklinik Zürich, bevor es ihn für die Chirurgie ans ,Groote Schuur Hospital‘ der University of Cape Town befördert. In Kapstadt sammelt er die wesentlichen Erfahrungen und ist täglich in der Notfallmedizin unterwegs. Ein Vorbild in der Familie, die lückenlos bis ins 14. Jahrhundert nachweisbar ist, gibt es nicht. Mediziner sind nicht bekannt. Der Vater, geborener Ungar, und die Mutter aus Schlesien waren Flüchtlinge, er selbst kam in Düsseldorf zur Welt. Als Mediziner habilitiert er dann doch nicht in Hamburg, sondern wählt einen für einen Arzt untypischen Weg. Zunächst als Berater bei der ,The Boston Consulting Group‘ bekommt er das Stipendiat für einen Master of Business Administration in der Schweiz, sanierte später die insolvente ,EuromedClinic‘ und gründete dabei das ,Euromed Allgemeine Krankenhaus‘ in Fürth. Doch die Notfallmedizin lässt ihn nie los. „Man ist echt dicht dran“, beschreibt er seine Faszination für die Notfallmedizin. „Sie kommen irgendwo rein und müssen innerhalb von wenigen Minuten existenzielle Entscheidungen treffen.“ Und die schonungslose Schule: Im ,Groote Schuur Hospital‘ in Kapstadt wurden den Ärzten in der chirurgischen Notfallaufnahme alle zwei Wochen ,ihre‘ Toten aufgezeigt. „,Witchhunt‘, Hexenjagd, haben sie es genannt“, erzählt der Arzt Kempski. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Pathologie geklärt, woran die Patienten wirklich gestorben waren – und wie die Diagnose richtig lautete. „Das war nie böse gemeint, sondern nur um zu lernen. Denn als Notfallmediziner macht man Fehler, schätzt Situationen falsch ein.“ Nach dem Umzug Anfang des Jahrtausends von Düsseldorf in den Südharz engagiert sich der gläubige Katholik bei den Maltesern. Ihr Leitspruch bedeutet ihm viel: ,Weil Nähe zählt.‘ In der Notfallmedizin sei das genau der Fall: Das Individuum stehe im Mittelpunkt. „Diese Besonderheit finde ich in der Hospitality-Branche wieder“, sagt Kempski und sieht darin seine eigene Entwicklung. „Es ist auch eine Dienstleistung – und zum Schluss geht es darum, dem einzelnen Gast ein bestmögliches Erlebnis zu bieten.“
EIN STICH – MITTEN INS HERZ
Durch die Enteignung seiner Familie mütterlichseits in der DDR erhielt der Baron nach der Wende Kaufrecht für Forstflächen und realisierte diese bei Stolberg im Südharz. Nach dem Erwerb wurde ihm schnell klar: „So ein Wald ist doch mehr als nur Holzproduktion und ein bisschen Jagd.“ Das Unternehmer-Gen leuchtete auf. Den Anfang machten kleine Jagdhäuser für Jäger mit Pirschbezirken fürs Wochenende. Auf dem Einkaufszettel stand außerdem ein ehemaliges Kinderferienlager nahe Stolberg. „Das wollte keiner haben. So konnte ich es Mitte der 1990er- Jahre für eine kleine Mark kaufen und mit der Treuhand zusammen sanieren“, erzählt er. Bis zu 1.500 Kinder erlebten dort einst vormilitärische Ausbildung. Eine der Waschhallen baute er in einen Festsaal um, die erste Feier darin war seine eigene standesamtliche Hochzeit im Oktober 2001. In der Folge rückte das nahe gelegene ,Harzhotel im Schindelbruch‘ in seine Aufmerksamkeit. Der Ritter stieg ein, verifizierte tiefrote Zahlen, erkannte aber das Potenzial und erwarb das Hotel aus der Insolvenz heraus. Während sich seine Ehefrau zu diesem Zeitpunkt noch über den Arzt, der nun Hotelier wird, wunderte – ihm aber vertraute –, war sein Vater kritischer. „Er hat mich einfach enterbt. Mit der Begründung: Warum sollte ein Chirurg nun Hotels führen?“ Damals, im Jahr 2009, eine unerwartete Enttäuschung und ein Tiefschlag für ihn. Heute sieht er das anders. „Retrospektiv war das die zweitbeste Entscheidung meines Lebens“, sagt der Ritter. Die beste Entscheidung: die Hochzeit mit seiner Frau. Aber der Bruch mit dem Vater die zweitbeste Entscheidung? „Ja, weil es meinen eigenen Weg bahnte. Dieser Weg hat etwas mit Glauben und Vertrauen zu tun.“ Er habe gelernt, an das zu glauben, was man selbst tut. „Meine Mittel waren beschränkt, ich hatte und habe noch nie etwas geerbt oder geschenkt bekommen, auf das ich hätte Steuern zahlen müssen. Du musst dann Risiken eingehen und an das glauben, was du tust“, sagt Kempski. „Auch gegen Widerstände – eben auch aus der eigenen Familie.“
Gleichzeitig – und fast gegenteilig – hat er für sich mitgenommen, den eigenen Kindern von Anfang an zu vertrauen. Darauf, dass sie ihren eigenen Weg gehen und mit dem nötigen Wertesystem ausgerüstet sind, um eigene Entscheidungen zu treffen und durchzuhalten. „Das ist etwas, auf das die Baronin und ich stolz sind. Wir haben ein endlos großes Vertrauen in unsere Kinder. Das wird gespürt und deshalb gehen sie ihre eigenen Wege – alle vier“, sagt Kempski. „Für diesen Weg muss man den Kindern eben nicht erst einmal das Vertrauen entziehen.“
KRISEN ALS CHANCE
Im Umgang mit seinen Kindern kann Ritter von Kempski also der Entscheidung seines Vaters etwas Positives ab gewinnen. Denn nur aufgrund dieses Bruchs konnte er seinen nun eigenen Erfolg erleben und ihn mit seinen Kindern teilen. Der Rat „Analysiere sehr genau und kritisch, habe eine eigene Strategie, komme dann aus dieser Strategie – und arbeite hart an der Erreichung der operativen Exzellenz.“ Denn die Entscheidung seines Vaters bedeutet für ihn: „Jetzt gibt es kein Zurück.“ Kempski war gezwungen, seinen Weg durchzuziehen. Davor musste er sich aber noch auf einen Deal mit seinem Vater einlassen: Den Einblick in das neue Vermächtnis bekommt er nur unter der Bedingung, danach nie wieder Kontakt zu ihm zu haben. „Sie merken, das Verhältnis war zerstört.“
Ein Jahr später war es dann allerdings der Vater, der sich nicht mehr an diese Vorgabe hielt. Er rief kurz vor Ostern 2010 den Sohn aus dem Ferienhaus in Portugal an, war erkrankt und bat um Hilfe. „Du bist der Einzige, der mir jetzt helfen kann“, sagte er am Telefon. „In der Ferndiagnose wurde mir klar: Er stirbt, weil grobe Fehler gemacht wurden. Aber er wollte unbedingt zurück nach Düsseldorf“, erzählt Baron Kempski über den Abschied von seinem Vater, der kurz darauf mit dem von ihm organisierten Flugzeug in Düsseldorf landete, in dem durchorganisierten Krankenhaus seiner Wahl eintraf und wenige Tage später ohne Gruß verstarb. „Das Leben geht sehr eigene Wege.“ Ritter von Kempski beruft sich auf seinen festen Wertekorridor, um die Wege meistern zu können und „in solchen Chaosmomenten nicht verlorenzugehen“. Aus gerüstet mit diesen Strukturen sei ihm auch der Wandel vom passionierten Mediziner zum – wie er heute sagt – „leidenschaftlichen Hotelier“ gelungen. Dabei befindet er, dass diese beiden Professionen durchaus verwandt sind. „Beide brauchen Infrastruktur, Organisation und Qualitätsparameter, um die Erwartungshaltungen – ob Gast oder Patient – zu erfüllen.“ Nach seinem Wechsel aus der Medizin ins Hotel hat ihn beispielhaft das Zusammen spiel von Küche und Service interessiert. Dabei ist die Küche der OP – jedoch viel komplizierter. Im Kern finden sich laut Kempski aber ähnliche Chancen. „Der Unternehmenserfolg ist von drei Dingen abhängig: zu 70 Prozent von der strategischen Positionierung, zu 25 Prozent von der operativen Exzellenz und nur zu fünf Prozent vom dispositiven Geschick.“ Was ist die Basis dieser Erkenntnis? “, „Eine sehr gute Studie“, sagt Kempski, „leider von McKinsey“ – dem Wettbewerber der ,Boston Consulting Group‘.
DER SÜDHARZ UND EINE PANDEMIE
Ritter von Kempski engagiert sich in der Region Südharz politisch im Gemeinderat, bringt touristische Projekte auf den Weg und fühlt sich mit seinem unternehmerischen Handeln für den Südharz verantwortlich. „Tourismus ist in der Kommunalverfassung eine freiwillige Aufgabe. Das ist grundfalsch!“, sagt er mit kräftiger Stimme. „Es müsste Pflichtaufgabe werden, weil der Tourismus den ländlichen Raum attraktiv macht. Sonst kommen keine Fachkräfte für Industrie und Handwerk, die Jun gen ziehen weg, und die Region verwaist zuerst, dann radikalisiert sie sich“, sagt der Baron, der in seinem beruflichen Leben durch die halbe Welt gekommen ist. „Was derzeit in verschiedenen Regionen von Deutsch land passiert, halte ich für hochgefährlich. Mein Herz schlägt für den Tourismus und den Südharz.“ Dafür bekam er 2022 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Dass sich alle und vor allem auch seine Hotels derzeit in einem großen Wandel befinden und vieles hinterfragt wird, ist insbesondere der Corona-Pandemie zu verdanken. Die Folgen für die Arbeitswelt – insbesondere im Bereich der Tourismus- und Hospitality Branche –verglich Ritter von Kempski damals mit einem ,Berufs
verbot‘. Von einem Tag auf den anderen musste der Betrieb geschlossen werden, Mitarbeiter wurden in die Ungewissheit nach Hause geschickt. Viele von ihnen sind zum Ende der Pandemie nicht mehr in ihren alten Beruf zurückgekehrt.
Laut Kempski trifft das vor allem die Mitte der Hotels, während Low-Budget und die Top-Häuser durchgekommen. „Viele Mitarbeiter haben sich hinterfragt und die Sinnfrage gestellt: Was mache ich hier eigentlich?“ Im Fall der Ritter-von-Kempski-Hotels sei die Stammmannschaft aber geblieben. Verluste, sagt der Chef, gab es auf der Management-Ebene. „Vorteil: So konnte die Mannschaft – fast befreit – besonders zusammenwachsen. Mit ihr gestalten wir nun die Zukunft“, sagt der Unternehmer. Denn Kempski hat sich und sein Gewerk hinterfragt, als er im Jahr 2020 – in der Krise – die Häuser auch operativ übernahm: „Unsere Hotels hatten nicht die Qualität, von der ich glaubte, diese zu haben“, sagt er selbstkritisch.
ZERBRECHLICHE ZUKUNFT
Nach der Corona-Krise stellt er ein Team aus nur eigenen Mitarbeitern und ohne Berater zusammen, um das Grundkonzept komplett auf neue Beine zu stellen. Das ehrgeizige Ziel: „Wir erfinden uns neu!“ Die Basis bildet dabei das Vertrauen in die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter, ein Personalmanagement mit Weitblick, ein modernes Sales- und Marketing-Team sowie die Übernahme sozialer Verantwortung im Rahmen des umfangreichen Nachhaltigkeitskonzepts. Und der Mut, auch mal etwas auszuprobieren. Noch während der Pandemie entwickelt der Arzt mit seinem Team ein Konzept zum, sicheren touristischen Reisen in der Pandemie‘, investiert in Technik und Organisation und baut ein eigenes PCR Diagnostik-Labor im Hotel auf. Als erstes Privathotel Deutschlands durfte er Dank Rückendeckung durch die Landesregierung wieder öffnen. Für wenige Tage: „Dann hat die Bundeskanzlerin als Physikerin entschieden, dass bei einer Inzidenz von über 100 auch die Pilotprojekte zu schließen sind“, sagt Kempski. „Was für eine wissenschaftlich-fundamentale Fehleinschätzung.“ Dennoch sorgte das Vorzeigeprojekt für Schlagzeilen.
Nach der Pandemie wurde das Ziel ausgegeben, wie der eines der nachhaltigsten Hotels zu werden – denn seit dem Jahr 2009 ist der Schindelbruch das erste Wellness-Hotel mit ausgeglichener CO2-Bilanz in Deutschland. Energiemanagement, Warenmanagement, Abfallmanagement – alle Details kamen auf den Prüfstand, wurden hinterfragt. Es folgen Preise, Auszeichnungen und Anerkennung. „Wir mussten aber auch erkennen, dass dies für den Gast kein Buchungsgrund ist“, sagt von Kempski. „Klimaneutral“ war auch kein guter Begriff. Trotzdem verfolgt der Schindelbruch das Ziel weiter und erfüllt die immer strenger werdenden eigenen Vorgaben. 2023 wird der Schindelbruch zum führenden Hotel für sein Nachhaltigkeitskonzept in Deutschland ausgezeichnet, und vom Busche-Fachverlag wird Ritter von Kempski im Mai 2024 unter die Top50 Hoteliers von Deutschland gewählt. Im selben Monat rezertifiziert der Schindelbruch mit ,GreenSign‘ auf dem höchsten ,Level 5‘.
BEI DER ENTWICKLUNG seiner ,Privathotels & Resorts‘ hilft Clemens Ritter von Kempski auch eine private Leidenschaft. Aus dem Erbe seines Vaters erwarb er eine Sammlung von Meissener Porzellanen. Er arbeitet sich in die Themen ein und entwickelt ein eigenes Konzept, das es bis dato nicht gab: Fast zwei Quadratmeter große Wandabwicklungen aus Porzellan mit neu entwickelten Skizzen bekannter Motive der berühmten Kaendler’schen Großfiguren schmücken nun die Wände des Hotels. „Das Kunstkonzept ist unser Aushängeschild“, sagt der Baron. Er arbeitet eng mit der ,Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen‘ zusammen und ist gewählter Vorstand im Freundeskreis der Porzellansammlung im Zwinger (Staatliche Kunstsammlung Dresden). Ideen und Projekte wie etwa Meissen-Spa-Suiten sind in der Vorbereitung, inzwischen gibt es eine ,Tisch & Tafel-Kollektion‘ im neuen Gourmetrestaurant ,Silberstreif‘ unter dem eigenen Namen ,Ritter von Kempski Collection‘.
Aus Leidenschaft für das edle Porzellan ein Alleinstellungsmerkmal für seine Hotels zu schaffen, sei Teil der Zukunftsvision. Gleichwohl werden alle weiteren Hotelprozesse analysiert und hinterfragt, neue Ideen umgesetzt, ausprobiert und im Zweifel auch wieder verworfen. „Das kostet Geld, und manchmal tut es weh. Aber wir arbeiten eben strategisch und wollen am Ende unseren Gästen das besondere Erlebnis bieten und ein verlässlicher Arbeitgeber sowie ein stabiles Unternehmen sein“, sagt der Ritter. Dabei leitet er einen roten Faden aus seinen Anfängen ab, als er durch den Wald ging und die ersten unternehmerischen Ideen entwickelte. „Der Forst denkt in Generationen. Und das wollen wir auch in der Hospitality.“ Ob das auch bedeutet, dass seine Kinder einmal alles weiterführen? Diese Entscheidung legt er in ihre Hände. „Da sind die frei. Die Basis anzubieten, ist allerdings meine Verantwortung!“
Die Begeisterung dafür, da sei er sich sicher, ist da: „Wir wollen kein Konzern werden, keine internationale Kette. Wir werden unsere eigene Geschichte schreiben“, sagt Baron Kempski. „Wir haben noch einen langen Weg zu gehen, aber hier sind so viel Qualität, so viele Chancen und so viel Aufbruch zu spüren.“ Bis 2026 soll dieser sehr eigene Zukunftsprozess mit den neuen Entwicklungen in der Hospitality-Branche auch international sichtbar werden. Kempski hat Lust darauf und fühlt sich auf diesem Weg nicht allein. „Danke für das Glück, es selbst versucht haben zu dürfen – und dafür, dass jemand die Hand über mich gehalten hat.“
ZUR PERSON
Clemens Ritter von Kempski wurde am 8. Oktober 1962 in Düsseldorf geboren und lebt heute in Stolberg im Südharz. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Seit 2003 betreibt er die ,Ritter von Kempski‘ Privathotels, das Wellnesshotel ,Naturresort & Spa Schindelbruch‘ und das ,Hotel & Spa Suiten FreiWerk‘. Nach dem Abitur studierte er Medizin an der Universität Wien, der ,Harvard Medical School‘ in Boston und am ,King’s College‘ in London. Kempski wird an der Uniklinik Zürich internistisch ausgebildet und wechselte in die Chirurgie ans ,Groote Schuur‘ an der University of Cape Town. Zudem arbeitete er ab 1993 für ,The Boston Consulting Group‘ in München, wurde Stipendiat und machte den ,Master of Business Administration‘.
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