Zwei unter einem Dach

v.l.n.r.: Hilmar Beck, Johannes-Peter Herberhold, Gesa Husemann, Stephan Lohr, Anja Johannsen (Mitte), Nina Hornig, Charles de Picciotto
Text von: Redaktion

Der Göttinger Literaturherbst und das Literarische Zentrum gründen das Literaturhaus Göttingen.

Noch ist das Eingangstor zur Nikolaistraße 22 in Göttingen verschlossen. Doch im Herbst 2021 öffnet an dieser Stelle das Literaturhaus Göttingen seine Pforten. Gründer dieses neuen kulturellen Ortes im Göttinger Kunstquartier sind der Göttinger Literaturherbst und das Literarische Zentrum Göttingen. Gemeinsam haben sie die historische Immobilie, in der zuvor ein Teil der Steidl-Druckerei beheimatet war, erworben. In den oberen Etagen des Literaturhauses befinden sich die Büros der beiden Literaturorganisationen. Ebenerdig wird es einen Veranstaltungssaal geben, der für die Lesungen, Podien und Workshops etc. des Literarischen Zentrums zur Verfügung steht und jeweils im Oktober zum Festivalzentrum des Literaturherbstes wird. Darüber hinaus kann der Raum auch von Dritten für Veranstaltungen angemietet werden.

Die Zusammenarbeit zweier eigenständiger Literaturveranstalter unter einem Dach ist in ihrer partnerschaftlichen Ansage ein bundesweit einmaliges kulturpolitisches Signal. Mit gebündelter Kompetenz können beide Partner zukünftig zusätzlich zu ihren eigenen Programmen Ideen für Veranstaltungen und neue Literaturformate entwickeln, von der die Stadt Göttingen, die Region und das Land Niedersachsen profitieren werden.

Der aufwendige Um- und Ausbau des Erdgeschosses zu einem vielseitig nutzbaren Veranstaltungssaal und die Ertüchtigung des denkmalgeschützten Eingangs wird durch das private Engagement von Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, ermöglicht. Die Planung und Umsetzung des Bauvorhabens verantwortet das Architekturbüro Charles de Picciotto BDA.