Zwei regionale Projekte beim niedersächsischen Kooperationspreis ausgezeichnet

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Text von: redaktion

Den zweiten Platz belegt das Kooperationsprojekt mit dem Osteroder Unternehmen Wilhelm Eisenhuth. Auf Platz drei landet das Kooperationsprojekt zwischen Kappa opto-electronics und der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen.

Die Staatssekretäre Joachim Werren (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) und Josef Lange (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur) haben am 16. April 2007 auf der Hannover Messe den Kooperationspreis des Landes Niedersachsen 2006 verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und wurde bereits zum siebten Mal vergeben. Mit dieser Auszeichnung prämiert das Land jährlich besonders erfolgreiche und innovative Kooperationsprojekte zwischen niedersächsischen Unternehmen und Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen.Der mit 25.000 Euro dotierte erste Preis ging an die Kooperationspartner Mosaiques Diagnostics GmbH und die Abteilung Hämatologie, Hämostaseologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Mit dem zweiten Preis, dotiert mit 15.000 Euro, wurde das Kooperationsprojekt zwischen dem Unternehmen Wilhelm Eisenhuth GmbH KG in Osterode-Lerbach und der Fraunhofer Gruppe für nachhaltige Mobilität ausgezeichnet. Mit diesem Vorhaben wurden neuartige Herstellungsverfahren für Hochtemperaturkunststoffe entwickelt. Diese Kunststoffe finden in modernen Brennstoffzellen Anwendung und werden es zukünftig ermöglichen, Brennstoffzellenantriebe für Automobile mit mehr als 100 kW zu entwickeln. Die Kooperation mündete in eine neue Produktionslinie für Bipolarplatten, die dem Unternehmen Eisenhuth frühzeitig eine strategische Positionierung als Zulieferer für Brennstoffzellenhersteller ermöglichte.

Der mit 10.000 Euro dotierte dritte Preis wurde für ein Projekt zwischen dem Unternehmen Kappa opto-electronics GmbH in Gleichen (Göttingen) und der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen – Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst – vergeben. Die Kooperation beinhaltete die Entwicklung einer neuen Kamera für medizinische Aufnahmen. Das Resultat war ein Prototyp, dessen Kerninnovation – der digitale Chip DCIP – mittlerweile bei rund 50 Prozent der Produkte der Firma Kappa Verwendung findet. Der DCIP bündelt die Vorteile der Drei-Chip-Technologie, die insbesondere bei medizinischen Farbbildaufnahmen wie der Endoskopie und der Dermoskopie Verwendung findet, auf einen einzelnen Chip. Dieser Chip wird durch das entwickelte neuartige Verfahren spektral charakterisiert und auf die verschiedenen Einsatzbereiche abgestimmt. Die Kooperation hat die Schaffung von sechs neuen Arbeitsplätzen ermöglicht und wird durch intensiv gelebten Personaltransfer fortgesetzt.