Zukunftstag in der Region

© KWS SAAT AG
Text von: redaktion

Am Donnerstag, den 22. April 2010, fand die sechste Auflage des “Zukunftstages“ statt. Auch in Südniedersachsen versuchten sich daher Mädchen in von Männern dominierten und Jungen in von Frauen dominierten Berufen.

Warum fliegt ein Flugzeug, und was ist ein Windkanal? Mit solchen Fragen beschäftigten sich die 39 Schülerinnen und Schüler im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen und erhielten so einen Einblick in die Arbeit der Wiege der Luftfahrtforschung.

Auf dem Programm stand dabei unter anderem die Besichtigung des Forschungsflugzeuges Dornier 728. An dem Flieger wird mitten in der Göttinger Innenstadt an einer Verbesserung des Klimas an Bord von Flugzeugen geforscht. Dabei lernten die Teilnehmer des Zukunftstages, wie Flugzeuge im Computer entwickelt und untersucht werden. Auch Anlagen zur Erforschung von Flugzeugturbinen und Windkanäle, in denen Modelle von künftigen Flugzeugen und Raumfahrzeugen untersucht werden, wurden besichtigt. Im Anschluss hatten die Kinder die Möglichkeit, selbst Flugzeugmodelle zu basteln.

In Einbeck erhielten die jungen Gäste während eines zweistündigen Rundgangs Informationen zu den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der KWS Saat AG, wie der Zuckerrübenzüchtung. Dabei wurden den Schülerinnen und Schülern die Prinzipien der gezielten Kreuzung wertvoller Pflanzen erläutert.

Die Kinder waren erstaunt, dass die moderne Pflanzenzüchtung aus nur einer Blattprobe, vielfältige Informationen über die Erbsubstanz einer Pflanze gewinnt. Zur Verdeutlichung hatten sie die Möglichkeit, selbst eine Probe aus einem Rübenblatt zu stanzen. Im biotechnologischen Arbeitsbereich der PLANTA ließen sich die Teilnehmer des Zukunftstages dann erklären, wie aus dieser Blattprobe die Erbinformation der Pflanze isoliert werden kann.

Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, unterschiedliche Ausbildungsbereiche (Landwirtschaftlich-technische Assistenten/-innen (LTA) und – Laboranten/-innen (LTL), Industriekaufleute, Elektroniker/-innen für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-innen Maschinen- und Systemtechnik) vor Ort kennen zu lernen.

Im Novelis-Werk Göttingen wiederum wurden die 40 Jungen und Mädchen je nach ihren Interessen in sechs verschiedene Teams aufgeteilt, darunter Physik/Chemie, Mechanik, Elektronik, Computer sowie eine kaufmännische Gruppe. Anschließend ging es für die Schüler direkt in die verschiedenen Bereiche um die Tätigkeiten an den Arbeitsplätzen wie z.B. in den Laboren, der Schlosserei, den Werkstätten, im Rechenzentrum oder in den Büros der Verwaltung hautnah erleben zu können.

„Der Schnuppertag gibt den Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, erste Eindrücke des beruflichen Alltags zu gewinnen. Wir engagieren uns zum zehnten Mal beim Girls‘Day. Es ist eine Freude zu sehen, wie motiviert und interessiert junge Menschen unser Angebot annehmen“, so Roselinde Arndt, Personalreferentin bei Novelis in Göttingen.