Zukunftsfähigkeit gesichert

Text von: redaktion

Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung zieht 2014 von Katlenburg-Lindau in die Nähe des Nordcampus der Georg-August-Universität Göttingen. Die letzte Genehmigung liegt nun vor.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat dem Umzu zugestimmt. Die neue Heimat des Instituts liegt in direkter Nachbarschaft des Instituts für Astrophysik. Zwischen dem Hans-Adolf-Krebs-Weg und dem Justus-von-Liebig-Weg entsteht dort in den nächsten Jahren ein Neubau für etwa 50 Millionen Euro. Baubeginn ist im September 2011.

„In der Wissenschaftslandschaft wird die Vernetzung von Forschungseinrichtungen immer wichtiger. Nur durch den Umzug nach Göttingen bleibt das MPS deshalb zukunftsfähig“, so der Geschäftsführende Direktor des MPS, Sami K. Solanki. In Göttingen könne das Institut die Zusammenarbeit mit der Universität ausbauen und zugleich die wissenschaftliche Infrastruktur des bekannten Wissenschaftsstandortes nutzen.

Voraussichtlich noch im Laufe dieses Jahres erhält das MPS zudem eine dritte wissenschaftliche Abteilung, die sich mit Helio- und Asteroseismologie, also den „Erdbeben“ auf der Sonne und anderen Sternen, beschäftigt. Bis zum Umzug des MPS wird die neue Abteilung in Räumen der Universität untergebracht.

Auf etwa 10.000 Quadratmetern Nutzfläche und mit seinen Büroräumen, Laboren, Werkstätten und hochmodernen Reinräumen wird das neue Gebäude dann ab April 2014 die notwendige wissenschaftliche Infrastruktur für alle drei Abteilungen bieten.

Zudem schafft der Neubau neue Möglichkeiten – etwa mit der geplanten Ballon- und Integrationshalle. In dem etwa neun Meter hohen Raum werden die Wissenschaftler Instrumente für künftige Ballonmissionen zusammenbauen und testen. Bei der Mission SUNRISE, die im vergangenen Sommer das bisher größte Sonnenteleskop an einem Ballon in die Stratosphäre trug, mussten diese Arbeiten noch im nordschwedischen Kiruna stattfinden.

Eine umfangreiche soziale Infrastruktur mit Kinderbetreuung, Bistro und Gästewohnungen runden den Neubau ab. Bei der Auslobung und dem anschließenden Architektenwettbewerb legt das MPS besonderen Wert auf umweltfreundliches Bauen. Dazu soll speziell auch die Energie der Sonne genutzt werden.

Die Grundstücke und Gebäude, die das MPS derzeit in Katlenburg-Lindau nutzt, werden voraussichtlich 2015 frei. Schon jetzt bemühen sich MPS und MPG darum, für diese Immobilien geeignete Käufer zu finden.