Zufall: Die Weichen sind gestellt

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Text von: redaktion

“Es war das beste Jahr in der Firmengeschichte“ - mit diesen Worten leitete Jürgen Wolpert, Geschäftsführer der ZUFALL logistics group, die Jahrespressekonferenz am 9. Mai 2012 ein. Zudem ist der Weg für die Weiterführung des Familienunternehmens geebnet: Zum Jahreswechsel wird Gerhard Müller die Geschäfte an seinen Sohn, Peter Müller-Kronberg, weitergeben.

Der Umsatz des mittelständischen Transport- und Logistik-Dienstleisters stieg um 6,2 Prozent auf 269,6 Mio. Euro (2010: 253,8 Mio. Euro). Gleichzeitig nahm auch das Sendungsaufkommen um 3,5 Prozent auf 3,6 Mio. Sendungen (2010: 3,5 Mio.) zu.

Wie in den Jahren zuvor trugen im Jahr 2011 die internationalen Transporte in hohem Maße zu der erfreulichen Entwicklung bei. Besonders deutlich stiegen die Erlöse auch bei der Nachtexpress-Dienstleistung „Night Star Express“ (NSE), insgesamt wurden 831.800 Nachtexpress-Sendungen abgewickelt – ein Zuwachs von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen wichtigen Wachstumsbeitrag leistete auch die Sparte Kontraktlogistik mit einem Umsatzplus von 10,7 Prozent.

Geschäftsführer Jürgen Wolpert: „Neben unserer hohen Verlässlichkeit sind es vor allem unsere konsequente Lösungsorientierung sowie der sehr persönliche Kundenservice, die unser Familienunternehmen kennzeichnen.“

Gestiegen ist auch die Zahl der kaufmännischen und gewerblichen Beschäftigten: Zur Jahreswende 2011/12 arbeiteten 1.680 Mitarbeiter für die ZUFALL logistics group. Das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent.

Sie profitieren von der positiven Entwicklung: Das Unternehmen zahlte im vergangenen Jahr 356.467 Euro in die betriebliche Altersvorsorge ein – und damit über 28 Prozent mehr als in der vorherigen Periode.

Neugeschäft beflügelt Wachstum

Für den erfolgreichen Nachtexpress-Verbund „Night Star Express“ (NSE) wurde kürzlich ein weiteres Verteilergebiet übernommen. Am neuen ZUFALL-Standort in Unna kümmern sich 15 Mitarbeiter um Transportlösungen in der Nacht aus und für den Großraum Dortmund und Hagen. „Der Schritt in angrenzende Regionen passt hervorragend in unsere langfristig angelegte Wachstumsstrategie“, sagt ZUFALL-Geschäftsführer Heinz-Günter Bäsell.

Ein weiteres attraktives Neugeschäft ist das im Jahr 2009 eröffnete Logistik Center in Fulda-Rodges, das seit April 2012 besonders eng mit einem in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelten Produktionsstandort von „milupa“ zusammenarbeitet. Heinz-Günter Bäsell: „Wir haben unser Logistik Center technisch und organisatorisch aufgerüstet und rund 700.000 Euro in neues Equipment und Schulungen investiert. In Fulda-Rodges kommissionieren wir nach ‚Pick-by-voice‘. Außerdem wurden wir nach HACCP und einem internen Auditsystem von ‚Danone‘ zertifiziert.“

ZUFALL logistics group bleibt Familienunternehmen

Einen weiteren wichtigen Meilenstein zur nachhaltigen Entwicklung und zum Erhalt der ZUFALL logistics group als Familienunternehmen legen die Inhaber mit einer wichtigen Personalentscheidung: Am 1. Januar 2013 wird Peter Müller-Kronberg, Sohn des Gesellschafters Gerhard Müller und seiner Ehefrau Angelika Kronberg, als Geschäftsführer in das Unternehmen eintreten.

Der 28-Jährige hat nach dem Abitur ein Studium mit dem Bachelor of Arts (B.A.) in Eventmanagement an der Internationalen Hochschule Bad Honnef/Bonn abgeschlossen. Anschließend absolvierte er intensive Trainee-Programme bei der Streck Transportgesellschaft in Freiburg sowie bei Hellmann Worldwide Logistics in Leipzig. „Mit der Berufung unseres Sohnes in die Geschäftsführung möchten wir auch ein positives Signal an unsere Mitarbeiter, Kooperationspartner und Kunden senden. Und das lautet: ZUFALL bleibt ein Familienunternehmen!“ sagt Gerhard Müller.

ZUFALL-Geschäftsführer Heinz-Günter Bäsell will sich zum 30. Juni 2013 auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Berufsleben zurückziehen. „Die Gesellschafter haben für diesen Schritt Verständnis, obwohl sie diesen Entschluss ausdrücklich bedauern.“ erklärt Gerhard Müller. „Einen Nachfolger für Herrn Bäsell werden wir rechtzeitig benennen.“

Die Berufswahl nicht dem Schicksal überlassen

Unter dem programmatischen Motto „Ich glaube nicht an Schicksal, ich glaube an ZUFALL“ sorgte eine neue Außendarstellung für Aufsehen. Mit einer Ausbildungs-Website, verschiedenen Flyern, einem Kinospot sowie einer eigenen ‚Facebook‘-Seite warb das Unternehmen um Nachwuchskräfte. „Wer den demografischen Wandel meistern will, muss den Wettbewerb um Talente für sich entscheiden. Und der beginnt bereits bei der Suche nach passenden Auszubildenden“, erklärt ZUFALL-Geschäftsführer Jürgen Wolpert. Darüber hinaus gehe es darum, Mitarbeiter systematisch zu binden und Konzepte für ältere Beschäftigte zu entwickeln.

Auswirkungen der Weltfinanzkrise unabsehbar

Trotz der erfreulichen Entwicklung der ZUFALL logistics group ist aus Sicht der beiden Geschäftsführer bislang noch nicht abzusehen, wie sich die Wirtschaft in den nächsten Monaten entwickeln wird. „Wir können zukünftige Entwicklungen nur bedingt vorhersehen“, macht Heinz-Günter Bäsell deutlich. Und auch Jürgen Wolpert warnt vor allzu großer Zuversicht: „Logistik ist und bleibt ein globales Geschäft. Wachstum wird demnach nur unter stabilen globalen Verhältnissen möglich sein. Wir sind finanziell solide aufgestellt, und werden alles dafür tun, um die positive Entwicklung fortzusetzen“.