Zonta verleiht Förderpreis

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Text von: redaktion

Zonta Göttingen, ein Service-Club berufstätiger Frauen in selbstständiger oder verantwortlicher Position, verlieh am 16.10.2007 einen mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis an die junge Physikerin Anja Glisovic.

Die Preisübergabe erfolgte im Rahmen eines Festaktes unter Anwesenheit hochrangiger Vertreter der Göttinger Fakultät für Physik sowie der Zonta Mitglieder in der Mühle des Burghotels Hardenberg, Nörten-Hardenberg. Die Wissenschaftlerin erforschte im Rahmen Ihrer Dissertation, die sie erfolgreich mit ‚magna cum laude’ abschloss, am Institut für Röntgenphysik an der Georg-August-Universität Göttingen die strukturellen und mechanischen Eigenschaften der Rahmenfäden verschiedener Radnetzspinnenarten.

Spinnenseide verfügt über eine dem Stahl ähnliche Zugfestigkeit und ist dehnbarer als Nylon. Die künstliche Herstellung dieses hochwertigen Materials würde sowohl für die Industrie als auch in der Medizin ungeahnte Einsatzmöglichkeiten eröffnen. Beispielsweise erhofft man sich mit der Erforschung Fortschritte in der Weiterentwicklung hochwertiger Kunstfasern für die Textilbranche. Da Spinnenseide biologisch kompatibel und vollständig abbaubar ist, könnte sie biotechnologisch hergestellt zukünftig außerdem beim Nähen von Blutgefäßen zum Einsatz kommen.

Anja Glisovic wird ihre wissenschaftliche Karriere ab Oktober 2007 am renommierten Fraunhofer-Institut in Bremen beginnen.