Zehn Jahre Molekulare Biologie und Neurowissenschaften

Text von: redaktion

Mit einem hochkarätig besetzten Programm feiert die Universität Göttingen am Freitag, 1. Oktober 2010, das zehnjährige Jubiläum der mehrfach ausgezeichneten Master- und Promotionsstudiengänge “Molekulare Biologie“ und “Neurowissenschaften“. Die Feier beginnt mit einem Vortrag der Nobelpreisträgerin Carol Greider.

In ihrer englischsprachigen Rede, die um 14 Uhr die Feierlichkeiten eröffnet, stellt die amerikanische Nobelpreisträgerin ihre Forschungsarbeiten zur Struktur der Chromosomen vor.

Die anschließende Jubiläumsfeier wird um 16 Uhr von Universitätspräsident Kurt von Figura eröffnet. Zu den Rednern zählen der frühere niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Thomas Oppermann, der niedersächsische Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur Josef Lange, der Vizegeneralsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdiensts Ulrich Grothus und der Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft Herbert Jäckle.

Zu der Veranstaltung werden mehr als 100 Alumni aus aller Welt erwartet, die in Göttingen „Molekulare Biologie“ oder „Neurowissenschaften“ studiert haben. Eine von ihnen ist Yaisa Andrews-Zwilling aus Trinidad und Tobago, die den Festakt beschließen wird. Sie ist zurzeit als Forscherin an der University of California in San Francisco tätig.

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet in der Aula am Wilhelmsplatz statt.

Molekulare Biologie und Neurowissenschaften zählen zu den ersten international ausgerichteten Masterprogrammen in Deutschland und waren wegweisend bei der Neugestaltung der Promotionsausbildung. Die enge Kooperation der Universität Göttingen mit den Max-Planck-Instituten und dem Deutschen Primatenzentrum ist zum Vorbild für ähnliche Zusammenarbeiten anderer Forschungsstandorte sowie für das Programm der „International Max Planck Research Schools“ der Max-Planck-Gesellschaft geworden.

Jedes Jahr bewerben sich über 700 Studierende aus mehr als 60 Ländern auf die 20 Studienplätze pro Studiengang, wobei die Mehrheit aus dem Ausland kommt. Für die hervorragende Betreuung ausländischer Studierender, die innovativen Konzepte und die erstklassige Ausbildung wurden die Studiengänge mehrfach ausgezeichnet. Außerdem sind sie maßgeblich am Erfolg der Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) in der Exzellenzinitiative beteiligt.

Der Vortrag von Carol Greider ist zugleich die „Ernst Caspari Lecture“ des Göttinger Zentrums für molekulare Biowissenschaften (GZMB), an dem auch der Studiengang „Molekulare Biologie““ angeboten wird. Jedes Jahr wird zu Ehren des deutsch-amerikanischen Zoologen und Genetikers Ernst Caspari ein namhafter Wissenschaftler an die Universität Göttingen eingeladen.