Zahnrettung leicht gemacht

© UMG
Text von: redaktion

Im gesamten Landkreis Göttingen werden in den nächsten Tagen die sogenannten “SOS Zahnboxen“ an Schulen und anderen Institutionen verteilt. In diesen können ausgeschlagene Zähne bis zu 48 Stunden aufbewahrt und anschließend wieder eingepflanzt werden.

„Unfallbedingte Zahnverletzungen passieren häufig. Leider ist Eltern, Lehrern und Erziehern häufig nicht bekannt, dass ausgeschlagene Zähne grundsätzlich mit besten Aussichten auf Einheilung und Dauererhalt in den Kiefer zurückgepflanzt werden können“, begründet Michael Hülsmann, kommissarischer Direktor der Abteilung Präventive Zahnmedizin, Parodontologie und Kariologie der Universitätsmedizin Göttingen, die Initiative „SOS Zahnbox“.

In der miradent SOS Zahnbox, die eine gebrauchsfertige Nährstofflösung enthält, können Zähne bis zu 48 Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Nachdem der Zahn in die „SOS Zahnbox“ getan wurde, sollte schnellstmöglich ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Zusätzlich befindet sich in der Box ein Auswertungsformular als Grundlage für Nachhaltigkeit. Das Formular fragt fachliche Daten zum Zahnunfall ab, dient aber auch als Argument gegenüber den Unfallkassen, die die Finanzierung der Boxen im zuständigen Bundesland zu übernehmen.

„Eine bundesweite Einführung des Zahnrettungskonzeptes ist vorgesehen“, berichtet Zahnexperten24- Projektleiter Jörg Knieper, der sich sowohl um die Finanzierung, als auch um die Verteilung der Boxen kümmert, und ergänzt: „Jedes dritte Kind erleidet einen Zahnunfall. Die Zähne hätten in den meisten Fällen mit Hilfe der miradent SOS Zahnbox gerettet und zurückgepflanzt werden können. Das hätte Patienten und Unfallkassen viel Geld gespart.“