Zahl der Einbürgerungen in Göttingen deutlich gestiegen

© Stadt Göttingen
Text von: redaktion

Mit der letzten Einbürgerungsfeier des Jahres im Ratssaal des Neuen Rathauses am Mittwoch, dem 7. Dezember 2011, wird für 2011 die Zahl von 231 Einbürgerungen erreicht.

Im Vorjahr waren es 120 (u.a. auch wegen mehrmonatiger Personalengpässe), 2009 lediglich 118 Personen gewesen – Anlass genug für Stadtrat Siegfried Lieske, die neuen deutschen Staatsbürger/innen am 7. Dezember persönlich zu begrüßen.

Auch Oberbürgermeister Wolfgang Meyer würdigte die positive Entwicklung: „Jede neue Staatsbürgerschaft ist auch ein Beleg für erfolgreiche Integration.“ Göttingen sei eine offene und interkulturelle Stadt, die sich über jede neue Mitbürgerin und jeden neuen Mitbürger freute.

Der positive Trend scheint anzuhalten. Denn zusätzlich zu den 231 Einbürgerungen wurden 2011 bereits 55 Einbürgerungszusicherungen ausgesprochen, die den Betroffenen die Möglichkeit bieten, sich aus ihrer bisherigen Staatsbürgerschaft entlassen zu lassen.

Die meisten in Göttingen lebenden Einbürgerungsbewerber/innen aus insgesamt 48 Ländern besaßen bisher die irakische Staatsbürgerschaft (38), waren türkeistämmig (36), aus dem Iran (24), aus Polen (16,) der russischen Föderation (10) und Sierra Leone (7). Die restlichen verteilen sich auf weitere 42 Länder.

Grundsatz für die Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft ist die Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft. Nur in besonderen Fällen ist eine doppelte Staatsbürgerschaft möglich, so. z.B. innerhalb der EU oder bei Menschen aus Staaten, mit denen es ein gesondertes Abkommen über die doppelte Staatsbürgerschaft gibt.

Voraussetzungen für die Einbürgerung sind ein längerer Aufenthalt in der Bundesrepublik, ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen und die erfolgreiche Absolvierung eines Einbürgerunstestes. Bewerber/innen müssen außerdem grundsätzlich in der Lage sein, den Lebensunterhalt selbst zu finanzieren.