“Women in Science“-Preis für Göttinger Forscherin

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Text von: redaktion

Die Göttinger Wissenschaftlerin Nataliya Rybalka erhält am Dienstag, 26. Oktober, für ihre Forschungsarbeit mit Algenkulturen den Preis “For Women in Science“. Die Auszeichnung wird von der deutschen UNESCO-Kommission, L’Oréal Deutschland und der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung an exzellente Wissenschaftlerinnen mit Kindern verliehen und ist mit je 20.000 Euro dotiert.

Nataliya Rybalka ist seit 2008 am Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Göttingen tätig, wo sie in der Abteilung Experimentelle Phykologie und Sammlung von Algenkulturen unter Prof. Dr. Thomas Friedl an ihrer Promotion arbeitet. Sie hat eine anderthalb Jahre alte Tochter.

In ihrer Doktorarbeit untersucht Nataliya Rybalka die Biodiversität von Gelbgrünalgen. Gelbgrünalgen sind Mikroalgen, die eine wichtige Rolle bei der CO2-Bindung durch Photosynthese spielen. Jedes zweite Sauerstoffmolekül der Erdatmosphäre wird von Mikroalgen gebildet. Ihre hochwertigen Inhaltsstoffe und ihre kostengünstige Kultivierung machen Mikroalgen zudem zu interessanten Rohstofflieferanten, beispielsweise für die Produktion von Pigmenten, Lipiden, Fettsäuren und pharmazeutisch wichtigen Substanzen. Nataliya Rybalka untersucht in ihrer Doktorarbeit mittels molekularer Marker, das heißt mittels Vergleichen von DNA-Abschnitten aus den Kern- und Chloroplastengenomen, Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Gruppe der Gelbgrünalgen sowie deren Verbreitung und Ökologie. Die Ergebnisse ihrer Studie können dazu dienen, die Vielfalt von Mikroalgen besser zu verstehen und für biotechnologische Zwecke nutzbar zu machen.

Das Förderprogramm „For Women in Science“ hat es sich zum Ziel gemacht, exzellente Forscherinnen mit Kindern aus dem Bereich der experimentellen Naturwissenschaften zu unterstützen und so bessere Chancen für Frauen in der Wissenschaft zu schaffen. Zudem will das Projekt dazu beitragen, das große Potenzial qualifizierter weiblicher Fachkräfte zu erhalten. Die insgesamt drei Preisträgerinnen bekommen für ein Jahr finanzielle Unterstützung, wobei ein Teil des Preisgeldes in Kinderbetreuung und Haushaltshilfe fließt, der andere Teil in Weiterbildungsmaßnahmen für die Forscherinnen sowie der Förderung von Kinderbetreuungsangeboten an ihren Universitäten.

Der Preis wird am Dienstag, 26. Oktober 2010, im Rahmen einer Veranstaltung des Center of Excellence Women in Science (CEWS) in Bonn an insgesamt drei ausgezeichnete Doktorandinnen verliehen.