Fair-Cup Pfandsystem gegen Müllberge aus To-Go-Pappbechern

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Pfand als Mittel gegen Umweltverschmutzung? In Göttingen gibt es dafür seit Anfang Februar den wiederverwendbaren und recyclebaren to-go-Becher "FairCup".

Das bundesweite Einsparpotenzial des Fair-Cups liegt bei 89 Bechern – pro Sekunde.

„Das Projekt wird mit 10.000 Euro von der Niedersächsischen BingoUmweltstiftung gefördert“, damit die Testphase reibungslos gelingen kann.

Auch auf dem Göttinger Berufsinformationstag dem GöBit sind viele Pappbecher in den Müll gewandert. Schüler der Projektgruppe Fair-Cup haben daher Aufklärungsarbeit geleistet und Besucher wie auch Aussteller an den Fair-Cup-Stand gebeten. Hier haben sie einen Kaffee oder Kakao vom Kaffee Konzept im Fair-Cup-Mehrwegbecher erhalten. Vielen Besuchern, aber auch Verbrauchern ist gar nicht bewusst, dass es bereits ein anderes System als den Pappbecher-to-go gibt. Es bedarf daher viel Werbung, um den neuen Mehrwegbecher zu etablieren.

Projektleiterin Frau Meyer erklärt dies so:

„Obwohl wir die Presse eingeladen haben und Artikel über unser System erschienen sind, ist der Bekanntheitsgrad noch gering. Wir werden daher noch offensiver auf den Verbraucher zugehen müssen. Auch werden Gewohnheiten nicht von heute auf morgen geändert. Viele wissen gar nicht, wo sie den Becher bekommen oder wieder abgeben können. Daher arbeiten wir gerade an einer App, um auch dies gewährleisten zu können. Dennoch war der GöBit für unser Projekt ein voller Erfolg, da wir hier vielen das System erklären konnten und somit den Bekanntheitsgrad und die Toleranz eindeutig steigern konnten.“

So funktioniert das Fair-Cup-Prinzip

Für den Kunden ist es einfach: Wer bei einem Fair-Cup-Partner den Kaffee im Mehrwegbecher kauft, zahlt den gleichen Preis plus einen Euro Pfand. Den Euro bekommt man wieder, sobald man den Becher bei einem der teilnehmenden Partner wie den Feinbäcker Ruch, Ruch-Mannamia, Bäckerei Küster, Bäckerei Hermann, Feinbäckerei Thiele, Bäckerei Kopp, Kaffee Konzept, MyWorx, ifas und der Cafeteria BBS II Göttingen zurückgibt. Weitere Anlaufstellen sind im Gespräch. Warum heißt der Becher „Fair-Cup“?

„Der Becher heißt nicht umsonst Fair-Cup und hat die Farben vom Fair-Trade“, so Meyer. „Der Verbraucher kann den Euro bei den teilnehmenden Partnern auch spenden und somit soziale Projekte und fairen Handel fördern. Das heißt, dass mit jedem gespendeten Euro Produzenten und Organisationen die wirtschaftlich benachteiligten Ländern der Welt förndern, damit diese faire Preise für ihre Produkte erhalten. Die zurückgegeben Becher werden gereinigt und wieder eingesetzt. Nur kaputte oder stark verunreinigte Becher werden aussortiert und recycelt.“