Wohl bekomms!

©Sebastian Mauritz
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Sommerzeit ist Cocktailzeit - faktor nennt Ihnen die richtigen Zutaten und das geeignete Zubehör für einen schönen Abend.

Passend zur bevorstehenden warmen Jahreszeit präsentiert faktor den Entscheider-Cocktail Sommer 2007. Sebastian Lamprecht, Cocktail-Spezialist im Göttinger Café Esprit, hat die fruchtig-frische Sekt-/Champagnermischung kreiert. Der Entscheider-Cocktail namens „E.R.“ liegt ganz im Trend der kommenden Saison: „Erfrischende Sekt-/Champagnercocktails mit relativ wenig Alkohol werden in diesem Sommer getrunken“, weiß Lamprecht. Cocktails, deren Vorbild zum Beispiel der alte Klassiker aus Harry’s Bar in Venedig, der Bellini, ist.
Der E.R. kann wahlweise im Esprit probiert werden oder aber für das nächste Sommerfest nachgemixt werden, denn das Rezept ist kein Geheimnis (siehe Kasten). Weitere 30 Cocktail- Rezepte von Sebastian Lamprecht stehen zum Download auf der faktor-Internetseite bereit (siehe unten). An Anregungen sollte es also nicht mangeln.

Für einen guten Cocktail sind vor allem hochwertige Zutaten sowie geeignetes Zubehör entscheidend. Für die richtige Wahl des Hochprozentigen gibt Sebastian Lamprecht (siehe Foto) einige Tipps. Er ist seit zehn Jahren im Gastrobereich tätig. In Göttingen sammelte er Erfahrungen im Irish Pub, im Alfredo, im DT-Bistro – und nun im Esprit. Im Januar 2004 bestand er die IHK-Prüfung zum Barmixer.
Rum ist Basis vieler Cocktails. Lamprecht kann hier unter anderem die Produkte Havana Club, Myers’s Rum und Captain Morgan empfehlen. „Dunkler Rum eignet sich gut zum Mixen, heller Rum noch besser“, weiß er. Für Wodka- Cocktails rät er zu den Marken Smirnoff, Absolut, Finlandia und Skyy. Als gute Gin-Marken stuft er Bombay Sapphire, Tanqueray, Beefeater und Hendricks ein. Beim Cachaça empfiehlt er Nêga Fulô, Berro und Armazem Viera.
Für Tequila-Mischungen schließlich hält er Produkte wie Jose Cuervo, Sauza und Olmeca für empfehlenswert. Auch Heiko Jörns, Gesch.ftsführer des Wein- und Spirituosenkontors Jörns rät dazu, bei den Zutaten für einen Cocktail auf Qualität zu achten. „Vernünftiges muss nicht teuer sein“, weiß er. Dies treffe zum Beispiel auf die Liköre der französischen Firma Marie Brizard zu. Diese Liköre enthalten keine künstlichen Aromen, sind aber nicht wesentlich teurer als andere Marken, die qualitativ schlechter seien.

Was für Spirituosen gilt, trifft auch auf die nicht alkoholischen Zutaten für einen Cocktail zu: Qualität zählt. So ist auch Sirup nicht gleich Sirup. Lamprecht hält hier die Marken Monin, Riemerschmid, Giffard, DV 7 und De Kuyper für gut. Für Säfte hat er die Faustregel: „Je höher der Fruchtgehalt und je weniger Zucker, um so besser.“ Er rät zu frischen oder Direktsäften. „Bei Zitronen- und Limettensaft sollte man keine Kompromisse eingehen“, betont er, „nur frisch gepresst!“

Damit das Mixen zum Erfolg wird, empfiehlt Lamprecht, einen Boston-Shaker zu wählen, bestehend aus einem Glasbecher, einem Oberteil aus Edelstahl und einem Barsieb, dem so genannten Strainer. Unentbehrlich ist ebenfalls ein Ice-Crusher. Marcus Reich von Haushaltswaren Tode rät, beim Kauf auf die Verarbeitung zu achten. „Der Crusher sollte eine Metallachse haben, sonst ist er schnell defekt“, weiß er.

Ähnliches gilt für einen Standmixer. „Die Kupplungsstücke können mal kaputt gehen, daher sollte man darauf achten, dass Ersatzteile erhältlich sind“, so Marcus Reich. Auch ein Barlöffel steht auf Lamprechts Liste der unentbehrlichen- Cocktail-Utensilien. An ihm kann man Flüssigkeiten herunterlaufen lassen, so dass verschiedene Schichten im Glas entstehen. Sehr praktisch ist ein Zitronenausgießer. Er wird in die Zitrone gesteckt, und durch Händedruck auf das Gerät fließt der Saft ab.
Wer sich seinen Cocktail lieber vom Profi mixen lassen möchte, anstatt selbst zum Shaker zu greifen, wird in Göttingen nicht lange suchen müssen. faktor stellt sechs Bars und ihre Cocktail-Spezialitäten vor: Melvyn Stevens mixt im Alfredo (Weender Straße 15) jetzt schon fleißig Sommer- Hits wie den Mojito oder den L.A. – eine Mischung aus Wodka, Triple Sec, Orangen-, Ananas- und Zitronensaft, Maracuja- Sirup und Grenadine. Die Gäste können es sich mit diesen erfrischenden Getränken draußen, mitten in der Fußgängerzone, bequem machen.
In der stilvoll eingerichteten Villa Cuba (Zindelstraße 2) führen die Klassiker Caipirinha, Cuba Libre und Piña Colada die Liste der beliebtesten Cocktails an. Spezialität des Hauses ist der „Villa Cuba“ – „dabei handelt es sich um eine Kreation aus Myers Rum, Grenadine, Mandelsirup, Cherry Brandy und Maracuja-Saft“, verrät Barkeeper Andreas Rackwitz.
Passend zum Ambiente sind im El Sol (Kurze Geismarstr. 9) die mexikanischen Originale wie Tequila Sunrise, Daiquiri und Margerita gefragt. Außerdem mixen Bartender Ilkel und seine Kollegen oft die Cocktails der klassischen Top 20 wie Long Island Iced Tea, Cuba Libre und diverse Coladas. „Am häufigsten wird der Zombie bestellt, weil er so geschmackvoll ist“, weiß Saban Martin, Geschäftsführer des El Sol.
Von Eleganz umgeben ist die Cocktailbar im Hotel Freizeit In (Dransfelder Straße 3). Barkeeper Stefan Schifter kann zum Sommer hin seinen H.C.-Cocktail empfehlen – eine Komposition aus Hennessy Fine de Cognac, Maracuja-Nektar und Erdbeersirup, aufgefüllt mit Champagner. „Qualität ist uns sehr wichtig“, erzählt Schifter. Nur hochwertige Spirituosen gelangen in seine Cocktails. Schifter mixte schon für die Cocktailbar im Düsseldorfer Hilton-Hotel und ist Mitglied der Deutschen Barkeeper Union.
Der Qube-Cocktailclub (Nicolaistraße 13) besteht seit rund zwei Jahren in Göttingen und schon hat sich eine kleine Fan gemeinde um das im Wohnzimmer-Stil eingerichtete Lokal gruppiert. Kultcocktail des Hauses ist der „Mango Möng“, eine fruchtige Maracuja- Mango-Kreation von Inhaber Min Ji Qu. Zuhause nachgemixt werden kann diese Cocktail-Spezialität allerdings nicht, denn: „Die genauen Zutaten sind geheim“, so Christian Kuß, Barkeeper im Qube.
Im Esprit (Lange Geismarstr. 19) steht ab sofort der Entscheider-Cocktail auf der Bestellkarte. Darüber hinaus empfiehlt Barmixer Sebastian Lamprecht zum Sommer hin die Frozen Daiquiris mit gefrorenen Früchten oder hochwertigen Fruchtpürees als Basis. Wohl bekomms!