Woche zur Abfallvermeidung 2014

© Göttinger Entsorgungsbetriebe
Text von: redaktion

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) folgen gern dem europaweiten Aufruf zur Unterstützung der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung, um die überflüssige und häufig auch gedankenlose Verschwendung von Lebensmittel erneut in den Fokus zu rücken.

Denn: Das Wegwerfen unverdorbener Lebensmittel hat mittlerweile heftige Ausmaße angenommen. Jeder Haushalt wirft im Durchschnitt jährlich Lebensmittel im Wert von 235 Euro weg. Das sind etwa 82 Kilo Brot, Obst, Gemüse, Milch- und Fleischprodukte und andere essbare Waren. Davon sind etwa 53 Kilo vermeidbarer Abfall und das im Wert der genannten 235 Euro.

Darüber hinaus werden bundesweit noch weitere etwa 100.000 Tonnen Lebensmittel und Speiseabfälle aus Gastronomie, Catering, Mensen, Krankenhäusern und Schulen und aus Supermärkten und der Lebensmittelindustrie entsorgt.

„Wer das Wegwerfen von Lebensmitteln verhindert, spart nicht nur Geld und vermeidbare Abfälle, sondern schont auch Ressourcen und leistet einen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers, hier in Göttingen wie auch überregional“, so Maja Heindorf von den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB).

Gelebte Abfallvermeidung in diesem Sinne ist nicht nur die bedarfsgerechte Einkaufsplanung, sondern auch die Verlängerung der Haltbarkeit durch vernünftige Lagerhaltung und Aufbewahrung. Auch die Kreativität beim Restekochen trägt im Alltag zur Vermeidung des unnötigen Wegwerfens von Lebensmitteln bei.

Wer nicht in der eigenen Resteküche kreativ werden möchte, jedoch überflüssige Lebensmittel vor der Biotonne retten möchte, könnte diese beispielsweise an Nachbarn und Freunde verschenken. Größere Mengen aus Betrieben könnten der Göttinger Tafel überlassen werden. Über das Internetportal www.foodsharing.de können Händler, Produzenten, Gastronome und natürlich auch Privatpersonen überschüssige Lebensmittel kostenlos anbieten und abholen lassen. Im Eingangsbereich des Weltladencafés in der Nikolaistraße 10 steht übrigens ein Foodsharing-Regal, eine Initiative der Foodsharing e.V., für Lebensmittelspenden bereit.

„Nur wirklich verdorbene Lebensmittelreste gehören in den Müll, und zwar in die Biotonne und in größeren Mengen aus beispielsweise dem Handel in die gewerbliche Lebensmittelverwertung“, informiert Heindorf weiter über den richtigen Entsorgungspfad.

Weiterführende Tipps rund um die Abfallvermeidung gibt es bei den GEB unter der Servicenummer 400 5 400 und auch Online unter www.geb-goettingen.de.