Wissenschaftpreis für Transfusionsmediziner der UMG

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Text von: redaktion

Tobias J. Legler, Oberarzt in der Abteilung Transfusionsmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ist mit dem Philip-Levine-Preis 2012 der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI) ausgezeichnet worden.

Er erhält den Preis für seine Arbeiten zur vorgeburtlichen Bestimmung von Rhesus-Merkmalen aus mütterlichem Blut sowie zur Bestimmung thrombozytärer Antigene und Antikörper in der Krebstherapie. Die feierliche Übergabe erfolgte am 11. September 2012 im Rahmen des 45. Jahreskongresses der DGTI in Graz.

Der Hauptschwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit von Legler liegt auf der Bestimmung von Rhesusfaktoren im Blut von schwangeren Frauen. Die Abteilung Transfusionsmedizin der UMG ist eine von zwei Einrichtungen in ganz Deutschland, die mütterliches Blut auf fetale Rhesusfaktoren hin untersucht und auswertet. Ziel der vorgeburtlichen Untersuchung ist es, die Blutgruppe des Kindes zu bestimmen ohne es zu gefährden, und damit eine bestmögliche Schwangerschaftsbetreuung zu ermöglichen.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Entwicklung neuer serologischer Verfahren zur bestmöglichen Auswahl von Blutplättchenkonzentraten. Diese Konzentrate werden vor allem in der Krebstherapie benötigt.

Der Philip-Levine-Preis wird alle zwei Jahre von der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI) an innovative Wissenschaftler auf dem Gebiet der Immunhämatologie verliehen. Die Firma Ortho-Clinical Diagnostics stellt dafür jeweils 10.000 Euro zur Verfügung. Der Preis ist nach dem bedeutenden russischen Wissenschaftler Philip Levine benannt, der zusammen mit R.E. Stetson als der Entdecker des Rhesus-Systems gilt.