Wissenschaftler-Software „scholarz.net“ im Testlauf an der Uni Göttingen

Text von: Redaktion

Mit einer Kombination aus Online-Literaturverwaltung und anspruchsvollem Informationsmanagement will ein interdisziplinäres Team der Universität Würzburg die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 für die universitäre Forschung nutzbar machen.

Ab sofort können wissenschaftlich Arbeitende der neun deutschen „Elite-Universitäten“ FU Berlin, Freiburg, Göttingen, Heidelberg, Konstanz, München, RWTH Aachen, TU Karlsruhe, TU München im Rahmen einer „Excellence Beta“-Testphase alle Funktionen der neuen Online-Software „scholarz.net“ kostenlos testen. Damit verbunden ist eine wissenschaftliche Studie, deren Ergebnisse anschließend ausgewertet und veröffentlicht werden.

Nachwuchswissenschaftler der Universität Würzburg haben im Rahmen des Forschungsprojekts „Wissenschaftlich Arbeiten im Web 2.0″ eine neue internetbasierte Wissensmanagement-Lösung entwickelt, die besonders auf die Bedürfnisse junger Doktoranden zugeschnitten ist: „scholarz.net“ ist eine integrierte Internet-Plattform für Wissenschaftler, die eine exklusive Community für Forscher („Research Community“) mit einer individualisierten Online-Bibliothek („Social Knowledge“) und einem ausgeklügelten Datenmanagement verbindet. Es ist das mobile „virtuelle Arbeitszimmer“ des Wissenschaftlers, das ihm Orts unabhängigen Zugriff auf sein gesammeltes Wissen und alle seine Kontakte erlaubt.

„Da es keine spezielle Lösung für Doktoranden gibt, haben wir selbst eine programmiert“, sagt Projektleiter Daniel Koch von der Universität Würzburg. Nach einer Pilotierungsphase mit spezialisierten Tester-Gruppen der Universitätsbibliothek Würzburg, Hamburg und Technischen Universität Delft öffnet, „scholarz.net“ zum 6. Mai erstmals exklusiv einer ganzen Universität seine virtuellen Pforten.

Zum Auftakt findet am 21. Mai 2008 um 16.00 Uhr im Großen Seminarraum der Universitätsbibliothek (SUB) eine Präsentation von „scholarz.net“ durch die Entwickler statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Die Teilnahme ist kostenlos. Eingeladen sind insbesondere Doktoranden oder junge Forscher, die am Beginn einer umfangreicheren Studie stehen.