Wilde Tomaten

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Text von: redaktion

Interessierte können sich am Sonnabend, 15. August 2009, auf dem Klostergut Reinshof südlich von Göttingen über Züchtung, Sortenspektrum sowie den Anbau von Wildtomaten informieren. Die Veranstaltung auf dem Forschungs- und Versuchsbetrieb der Georg-August-Universität findet von 14 bis 18 Uhr statt.

Welche Tomatensorten eignen sich für den Anbau im Freiland und wie können neue Sorten gezüchtet werden, die gut schmecken und gegen Pilzbefall resistent sind?

Mit diesen Fragen befassen sich Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen. Interessierte Verbraucher und Hobby-Gärtner können sich nun am 15. August über Züchtung, Sortenspektrum sowie den Anbau von Wildtomaten informieren.

Die Forscher haben bundesweit 3.500 Tomatensorten auf Feldresistenz gegen Kraut- und Braunfäule geprüft und ihre Ertrags- und Qualitätseigenschaften untersucht, um Sortenempfehlungen für den ökologischen Freilandanbau zu geben.

„Vor allem die Wildtomaten Rote Murmel und Golden Currant sind gut geeignet, weil sie einer Pilz-Infektion lange standhalten und auch in ungünstigen Lagen noch Früchte tragen“, erläutert Bernd Horneburg von der Abteilung Pflanzenzüchtung.

Dieses Jahr werden in Göttingen, Leer, Berlin, Erfurt, Stuttgart und Bamberg die besten Zuchtlinien mit Standardsorten verglichen. Daraus sollen neue Sorten für den Anbau im Kleingarten entstehen.

Während des Besuchstags werden Freilandversuche und Neuzüchtungen vorgestellt. Die Besucher können verschiedene Tomatensorten kosten und erhalten Tipps zu Sortenwahl und Anbau. Das Forschungsteam zeigt auch Wildtomaten und verschiedene Arten der Bodenbedeckung.

Führungen beginnen um 14.15 Uhr; Parkplätze für Besucher sind begrenzt verfügbar.