Wie sich Lebensmittelmärkte verändern

Text von: redaktion

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab dem 1. April 2011 an der Universität Göttingen ein neues Graduiertenkolleg in den Agrarwissenschaften. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Veränderung von Lebensmittelmärkten im Kontext der Globalisierung.

Die globalen Lebensmittelmärkte sind derzeit einem rasanten Wandel unterworfen. Neue Standards, Regeln der Lebensmittelkennzeichnung und Zertifizierungssysteme führen zu neuen Formen der Kooperation entlang der Wertschöpfungsketten – auch über Ländergrenzen hinweg.

Die Konzentration im Einzelhandel nimmt zu und große Supermarktketten wie Metro, Wal-Mart und Carrefour gewinnen auch in vielen Entwicklungsländern immer mehr an Bedeutung.

Was genau treibt diese Entwicklung voran? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Landwirte und Verbraucher? Und was sind die Folgen im Hinblick auf Hunger und Armut in den Entwicklungsländern?

Mit solchen Fragen befassen sich die Wissenschaftler am Graduiertenkolleg „GlobalFood“ interdisziplinär in zwölf Teilprojekten. Dabei verbinden sie betriebs- und volkswirtschaftliche Ansätze mit Methoden der Entwicklungsforschung und der experimentellen Ökonomik.

„Auf der Basis unserer Forschungsergebnisse wollen wir Empfehlungen für die Politik entwickeln, wie die Effizienz der Märkte gesteigert und negative soziale Auswirkungen vermieden werden können“, so der Sprecher des Kollegs, Matin Qaim.

Die DFG unterstützt das Kolleg zunächst viereinhalb Jahre lang mit insgesamt rund 3,5 Millionen Euro.