Wie man Fernsehkoch wird

© Arbeitsagentur Göttingen
Text von: redaktion

Ein besonderes Angebot hielt die Agentur für Arbeit am diesjährigen Zukunftstag bereit. Dieser stand nämlich in Göttingen unter dem Motto “Wie ein Beruf berühmt macht!“. Dabei wurden der Alltag und Perspektiven von Köchinnen und Köchen gezeigt.

Die Informationen lieferte eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet Medien und Kochen: Jacqueline Amirfallah, bekannt als Fernsehköchin in der Sendung „ARD Buffet“ und Küchenchefin im Göttinger Gauss-Restaurant am Theater. Sie berichtete über ihre Leidenschaft für das Kochen und ihren beruflichen Alltag. Darüber hinaus erklärte Amirfallah ihrer jugendlichen Zuhörerschaft, warum sie ihr Soziologiestudium zugunsten ihrer Ausbildung an den Nagel hängte und stattdessen den Beruf Köchin von der Pike auf lernte. Und wie sie schließlich nicht nur Spitzen- sondern auch Fernsehköchin wurde.

Zielsetzung des Zukunftstages ist es, Mädchen für typische Männer- und Jungen für typische Frauenberufe zu begeistern. Der Beruf des Koches bzw. der Köchin gehört allerdings nicht unbedingt zu den Berufen, die eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können.

Auffallend ist hier jedoch, dass der Beruf im Alltag von Frauen dominiert wird: etwa 58 Prozent der beschäftigten Köche im Agenturbezirk Göttingen sind Frauen. Dieses Verhältnis findet sich allerdings keineswegs in den Medien wieder. Denn der Großteil der kochenden Fernsehstars ist männlich.

Darauf wies Klaus D. Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, in seiner Begrüßung hin und begründete damit die Ausgestaltung des diesjährigen Themas des Zukunftstages: „Die dominierende Präsenz männlicher Fernsehköche führt im öffentlichen Bewusstsein dazu, dass der Beruf Koch beziehungsweise Köchin entgegen der Realität vornehmlich als Männerberuf wahrgenommen wird. Dieses Bild wollen wir ein wenig gerade rücken“.