Wie entstehen Innovationen?

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Text von: redaktion

Zur Beantwortung dieser Frage trafen sich auf Einladung der WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH rund 50 Unternehmer beim vierten Forum für Ideen, diesmal bei der Firma ERAS GmbH in Göttingen. Alle Firmen waren 2003 bis 2007 Teilnehmer des Innovationspreises des Landkreises Göttingen.

Moderiert von Stefanie Kleine von der WRG, stellten sich Ingrid Lange (Indula GmbH), Armin Asselmeyer (O.R.T. GmbH & Co.KG), Peter Dümer (Göttinger Sonderfahrzeugbau) und Roger Wimmel (ERAS) den Fragen der Zuhörer, wie bei ihnen Innovationen entstehen und welche Hürden sie übersprungen haben.

In vielen Bereichen hatten alle vier mittelständischen Unternehmer die gleichen Erfahrungen gemacht, obwohl sie aus unterschiedlichen Branchen kommen. Eine wichtige Innovationsquelle seien die eigenen Kunden, betonte Peter Dümer. Als Ausrüster großer Fuhrparks sind die Kundenideen schnellstmöglich in marktreife Produkte umzusetzen.

Nicht nur die Kunden, sondern andere äußere Einflüsse sind Innovationsquellen, bestätigt Armin Asselmeyer. Für das orthopädisches Dienstleistungsunternehmen sei die Gesundheitsreform immer wieder eine neue Herausforderung. Innovative Dienstleistungen hätten zum Unternehmenserfolg beigetragen. O.R.T. hat seine Mitarbeiterzahl inzwischen auf 75 Mitarbeiter gesteigert.

Ingrid Lange von Indula ergänzt, dass in ihrem Unternehmen die Mitarbeiter weitere Ideengeber für Innovationen sind. Eine Hürde sei dabei die wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Ihr Sohn habe die neueste Innovation immer wieder verfeinert, und erst nach einer Marktanalyse ist mit der Umsetzung begonnen worden. Indula arbeitet im Bereich der Industrielackierungen, Pulverbeschichtungen und Drucktechnik.

Als Ingenieurbüro, das für Kunden Innovationen im Bereich Adaptronik entwickelt, kann Roger Wimmel diese Einstellung nur bestätigen. Gerade bei Innovationen im technischen Bereich lassen sich Lösungen finden, die hinterher nicht wirtschaftlich sind. Als Berufsinnovatoren entwickelt Eras für seine Kunden Lösungen mit Hilfe eines systematisierten Innovationsprozesses. Um die Mitarbeiter als Ideenquellen zu gewinnen, müssen Hierarchiehemmnisse beseitigt werden und ein offenes Kommunikationsklima bestehen, sind sich alle Unternehmer einig.

Nach einer intensiven Talkrunde wurden anschließend Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft.