Wichtiger Sieg der Veilchen im Kampf um die Playoffs

© Christian Reinhard
Text von: redaktion

Für die Veilchen ging es am Samstagabend in Quakenbrück zum ersten von drei direkten Endspiele um den Einzug in die Playoffs. In der ausverkauften Artland Arena sahen 3.000 Zuschauer einen beherzten Auftritt der Göttinger, die am Ende das Spiel mit 84:73 für sich entschieden.

Khalid El-Amin, Dominik Bahiense de Mello und Alex Ruoff starteten im Backcourt und die beiden Big Man Harper Kamp und Raymar Morgan sollten in der Zone für ordentlich Furore sorgen. Nach gewonnenem Sprungball fanden die Veilchen besser ins Spiel und zwangen die Gastgeber mit einer Zonenverteidigung zu Würfen aus der Distanz, die nur selten für die Gäste fielen. Harper Kamp, Raymar Morgan und Dominik Bahiense de Mello, der neben einem Jumper auch einen erfolgreichen Dreier im ersten Viertel beisteuerte, punkteten fleißig für die Veilchen, während auf Seiten der Gäste viele Bälle verloren gingen. Raymar Morgan, der im ersten Viertel acht Punkte beisteuerte, besiegelte auch den Viertelstand von 15:21 für die Göttinger.

Das zweite Viertel mutierte dann zur One-Man-Show. Khalid El-Amin war heiß und wollte – wie auch alle anderen Veilchen – das schwache Spiel gegen die Crailsheim Merlins vergessen machen. Insgesamt 17 Punkte steuerte der US-Amerikaner in den zweiten zehn Minuten bei und konnte auch endlich wieder aus der Ferndistanz erfolgreich abschließen. Sechs von sechs Feldversuchen von El-Amin brachten die BG zur Halbzeit mit zehn Punkten in Führung. Mit 45:35 ging es für Johan Roijakkers und sein Team in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber besser ins Spiel und kamen ein wenig näher. Harper Kamp konnte den Vorsprung erneut auf zehn Punkte stellen und anschließend kamen die Minuten des David Godbold. Zwei aufeinanderfolgende Korberfolge und der anschließenden Pass auf Harper Kamp, der erfolgreich abschloss, bescherten der BG eine anwachsende Führung. Auch wenn der Korberfolg von David Godbold ausblieb, halfen seine Teamkollegen aus. Nach dem Fehlversuch schloss Raymar Morgan mit dem Tip-In erfolgreich ab.

Den Schlusspunkt setzte im dritten Viertel Khalid El-Amin. Mit einem Dreier „ins Gesicht seines Gegenspieler“ schloss der US-Point Guard ab und traf zum 51:63 für die BG. Mit einer zehn-Punkte-Führung ging es anschließend in das letzte Viertel des Spiels.

Die Mannschaft aus Quakenbrück wollte sich noch nicht geschlagen geben, kämpfte in den letzten zehn Minuten beherzt und kam durch Treffer aus der Ferndistanz noch einmal näher, als es sich Headcoach Johan Roijakkers wünschte. Dominik Spohr eröffnete erst spät mit einem wichtigen Treffer jenseits der 6,75-m-Linie die Punktejagd für die BG. Kurz darauf legte Alex Ruoff nach und hielt die Artland Dragons mit seinem Jumper aus der Halbdistanz auf Abstand.

Am Ende entschied das Trio El-Amin, Morgan und Ruoff die Partie für die Göttinger. Acht erfolgreiche Freiwürfe führten (6 Ruoff/ 2 El-Amin) führten zu einem verdienten 73:84-Erfolg, in dem die Göttinger das Spiel über weite Strecken dominierten. Auf Seiten der Gäste legte vor allem Antonio Graves ein gutes Spiel aufs Parkett. Mit 21 Punkten ist er Topscorer der Dragons. Eine Feldtrefferquote von nur 39 Prozent ließ die Gastgeber trotz deutlicher Überlegenheit im Reboundspiel nicht näher an die Göttinger herankommen.

Stimmen zum Spiel

Tyron McCoy (Headcoach Artland Dragons):

„Dieses Spiel war so wie unsere ganze Saison – enttäuschend. Das war ein wichtiges Spiel für beide Teams. Göttingens Schlüsselspieler, Khalid El-Amin, hat die Mannschaft beruhigt und getragen. Große Spieler tun dies. Wir hatten unsere Chancen, haben diese aber nicht verwandelt. Immer wenn wir einen Lauf hatten, uns den Ball geholt haben, haben wir ihn genauso schnell wieder verloren und sind nicht einmal zum Wurf gekommen. Wir haben erfahrene Spieler, aber trotzdem geraten wir in Panik. Das ist enttäuschend. Aber wir werden zurückkommen und die letzten drei Spiele noch einmal unser Bestes geben.“

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen):

„Das war ein unglaublicher Sieg. Letzte Woche hatten wir einer harte Heimniederlage, mein Team hat heute sehr gut reagiert. In der ersten Halbzeit hat uns Khalid El-Amin getragen, in der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel die meiste Zeit kontrolliert. Am Ende war es schwer für uns, weil wir nicht so viele Spieler haben, die auf diesem Level spielen können. Ich habe befürchtet, dass ihnen die Luft ausgehen würde. Aber wir haben bis zum Ende durchgehalten.“

Spielerstatistiken

Kulawick (-/2 Rebounds), Ruoff (14/6/ Assists), Morgan (17/6/1), Spohr (7/2/2), Onwuegbuzie (-), Godbold (6/3/1), Bahiense de Mello (6/4/4), Kamp (10/4/3), Njei (-), El-Amin (24/5/2)