Weltweites Verbundprojekt zur Pflanzenbiotechnologie

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Text von: Redaktion

Wissenschaftler der Georg- August-Universität sind Partner im Verbundprojekt, das auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie angesiedelt ist. Erforscht werden innovative Verfahren, mit denen neuartige Samenöle für den Einsatz in der Chemischen Industrie verfügbar gemacht werden können.

Die Samenöle sollen als nachwachsende Ressourcen in Zukunft fossile Mineralöle ersetzen. An dem Vorhaben „Industrial Crops Producing Added Value Oils for Novel Chemicals“ (ICON) sind insgesamt 23 Forschergruppen aus elf Ländern beteiligt. Die Europäische Union (EU) fördert die vierjährigen Arbeiten, die im Oktober 2008 begonnen haben, mit 6 Millionen Euro. Davon fließen rund 500.000 Euro an das Team von Ivo Feußner, der am Göttinger Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften lehrt und forscht.

Ziel der Forschungsinitiative ist es, ertragreiche Ölsaaten zu entwickeln, deren Öle zum Beispiel als Schmierstoffe dienen können. Das Team von Feußner arbeitet dabei an der Isolation und Charakterisierung von Genen, die für die Wachsester-Synthese verantwortlich sind. „Mit dem weltweit steigenden Bedarf an hochwertigen Industrieölen eröffnen sich Landwirten mit den neuen Ölsaaten ökonomisch interessante Anbaualternativen, ohne dass die für diesen Zweck benötigte Anbaufläche bei ihrer begrenzten Größe dafür in Konkurrenz mit der Lebensmittelproduktion treten müsste“, erläutert Feußner. Weitere deutsche Partner im Verbundprojekt sind Forschergruppen in Aachen und Bonn.