Weltherztag am 28. September

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Text von: redaktion

Der diesjährige Weltherztag steht unter dem Motto „Know your risk! – Erkenne Dein Risiko!“. Mangelnde Bewegung ist ein wesentlicher Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Betroffenen rät der Göttinger Herzspezialist Gerd Hasenfuß (Foto) zu regelmäßigem Training.

Herz-Kreislauf- Erkrankungen bleiben in Deutschland Todesursache Nummer eins: Im Jahr 2007 starben rund 370.000 Menschen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Um einer solchen Erkrankung vorzubeugen, steht bei vielen Menschen regelmäßiges Ausdauertraining längst auf der Tagesordnung. Patienten, die bereits an Herzproblemen leiden, scheuen sich jedoch oft vor körperlicher Belastung.

„Viele Betroffene haben Angst, ihren Körper zu überfordern und ihre Erkrankung dadurch zu verschlimmern“, berichtet Gerd Hasenfuß, Abteilungsdirektor Kardiologe und Pneumologie vom Herzzentrum Göttingen. Bei kontrolliertem Training besteht dazu jedoch kein Anlass. „Bei Herzerkrankungen wie dem systolischen oder diastolischen Herzversagen raten Experten sogar ausdrücklich zum Ausdauersport.“, so Hasenfuß. Wichtig ist, sich vor Beginn einem sportmedizinischen Check beim Arzt zu unterziehen.

Aktuelle Auswertungen des Herzzentrums Göttingen belegen, dass sich bereits nach drei Monaten Ausdauersport Herzfunktion, Belastbarkeit und Lebensqualität der Teilnehmer deutlich verbesserten. Dies ergab eine bisher einmalige Studie im Auftrag des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz, die maßgeblich am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen mit etwa 60 Personen durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden kürzlich auf dem größten europäischen Medizinkongress präsentiert.