Weiterhin zweigeteiltes Ergebnis bei Sartorius

© Sartorius AG
Text von: redaktion

Sartorius hat am 22. Oktober seine Ergebnisse nach neun Monaten Geschäftstätigkeit im Jahr 2009 veröffentlicht. Das Geschäft der beiden Konzernsparten entwickelte sich im dritten Quartal ähnlich wie in den Vorquartalen sehr unterschiedlich.

Während die Biotechnologie-Sparte erneut in allen Geschäftsregionen deutliche Umsatzzuwächse verzeichnete und ihren Gewinn überproportional steigern konnte, war die Entwicklung in der Mechatronik-Sparte weiterhin erheblich durch den globalen Abschwung geprägt.

Allerdings haben sich im zweiten und dritten Quartal Auftragseingang und Umsatz dieser Sparte – auf niedrigerem Niveau – stabilisiert. Das operative Ergebnis in der Mechatronik kehrte im dritten Quartal aufgrund der implementierten umfangreichen Sparmaßnahmen in die Gewinnzone zurück.

Die Biotechnologie-Sparte, die unter Sartorius Stedim Biotech (SSB) firmiert und rund zwei Drittel zum Konzernumsatz beiträgt, konnte ihren dynamischen Wachstumskurs auch im dritten Quartal des Jahres 2009 fortsetzen.

„Die Ergebnisse der Sartorius Stedim Biotech zeigen eindrucksvoll, dass wir mit unserer Geschäftsstrategie und unserem Produktportfolio richtig liegen“, kommentierte der Sartorius-Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg.

Die Mechatronik-Sparte des Unternehmens war weiterhin deutlich vom globalen Abschwung betroffen und hat ihr Maßnahmenpaket zur Kostensenkung und Restrukturierung noch einmal ausgeweitet.

Ziel ist jetzt eine nachhaltige Reduzierung der jährlichen Kostenbasis um mehr als 30 Mllionen Euro (bisher mehr als 25 Millionen Euro). Das Programm zielt auf eine Reduktion von weltweit rund 250 Stellen. Die Maßnahmen zur Kostensenkung wurden überwiegend im 3. Quartal abgeschlossen.

„Die Einschnitte in der Mechatronik-Sparte sind schmerzhaft, aber unerlässlich, um den Auswirkungen der globalen Rezession auf unser Unternehmen entgegenzuwirken und uns in dieser Sparte eine stabile Ausgangsposition für die Zukunft zu schaffen“, so Kreuzburg.

„Nachdem wir unser Programm zur Kostensenkung nun bald abgeschlossen haben, werden wir uns in der Mechatronik voll auf die Weiterentwicklung unserer strategischen Positionierung und auf die Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder konzentrieren.“

Mit Blick auf das operative Ergebnis konnte die gute Entwicklung in der Biotechnologiesparte den rezessionsbedingten Rückgang in der Mechatronik überkompensieren.

Auf Konzernebene erreichte der Auftragseingang mit 454,8 Millionen Euro das Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz belief sich nach neun Monaten auf 444,7 Millionen Euro und gab damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1,9 Prozent nach.

Ausblick:

Für die Biotechnologie-Sparte rechnet die Unternehmensleitung in den letzten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit einer Erhöhung des Umsatzes und einem überproportionalen Ergebnisanstieg gegenüber dem vierten Quartal 2008.

In der Sparte Mechatronik erwartet das Unternehmen weiterhin außerordentlich schwierige Marktbedingungen.

Dennoch geht das Management aufgrund des erfolgreich implementierten Kostensenkungsprogramms von einem leicht positiven operativen Ergebnis im vierten Quartal aus.