Weitere Alexander von Humboldt-Professur

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Text von: redaktion

Die Universität Göttingen und das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie waren beim Wettbewerb um den höchstdotierten deutschen Forschungspreis erfolgreich: Der Chemiker Alec M. Wodtke ist mit einer Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet worden.

Die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierte Professur ist mit fünf Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.

Damit können die beteiligten Forschungsinstitutionen einem international renommierten Wissenschaftler ein attraktives Berufungsangebot machen, um ihn für das am Wissenschaftsstandort Göttingen geplante International Centre for Advanced Studies of Energy Conversion zu gewinnen.

Wodtke soll an der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen auf eine Professur für Physikalische Chemie sowie als Direktor an das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie berufen werden.

Der heute 50-Jährige zählt zu den weltweit führenden Experten in der Energieforschung. Er untersucht, wie verschiedene Energieformen auf molekularer Ebene ineinander umgewandelt werden.

Seine Erkenntnisse könnten neue Wege eröffnen, um beispielsweise Sonnenlicht effizienter in eine für den Menschen nutzbare Energie umzuwandeln.

„Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Nominierung. Sie unterstützt die Universität und die universitätsnahen Forschungsinstitutionen, gemeinsam die Spitzenforschung am Göttingen Research Campus auszubauen.

Professor Wodtke stärkt die Physikalische Chemie und die Universität nachhaltig“, erklärte Universitätspräsident Kurt von Figura.

Der Geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, Helmut Grubmüller, betonte die hervorragenden Möglichkeiten für enge Kooperationen am Forschungsstandort Göttingen, die sich aus der gemeinsamen Berufung ergeben.

„Es wird spannend sein zu sehen, inwieweit die von Professor Wodtke entdeckten Energieumwandlungsprozesse auch von der Natur genutzt werden, beispielsweise zur Photosynthese oder zur Enzymkatalyse.“

In der Regel beträgt die Fördersumme fünf Millionen Euro für experimentell arbeitende und dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler. Die Professur wird jährlich bis zu zehnmal vergeben.