Wasser auf dem Vormarsch

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Text von: redaktion

Den Ausbau umweltfreundlicher Energiegewinnung will Landrat Reinhard Schermann weiter vorantreiben. Schwerpunkt soll in der nächsten Zeit die Stromerzeugung durch Wasserkraftanlagen sein.

Derzeit werden Gespräche über ein Kooperationsprojekt mit Nobelpreisträger Erwin Neher, Heinrich Wilckens, dem Vorstandsvorsitzenden der E.ON Mitte AG, und dem Landkreis Göttingen geführt.

Aufgrund der positiven Ergebnisse des Pilotprojekts an einer ehemaligen Wassermühle in Bilshausen soll in einem ersten Schritt flächendeckend eine Überprüfung der kleinen Wasserkraftwerke im Zusammenwirken mit der E.ON Mitte AG und den Eigentümern vorgenommen werden.

Dabei handelt es sich um 39 Anlagen (von ursprünglich 131), die 1989 in einer Bestandsaufnahme erfasst wurden.

Ziel ist die Steigerung der Energiegewinnung aus Wasserkraft durch Optimierung der vorhandenen Systeme auf den neuesten Stand der Technik und ggf. Wiederinbetriebnahme stillgelegter Anlagen.

Diese Überlegungen werden durch die vorteilhaften Einspeisevergütungen des „Erneuerbaren Energiegesetzes“ gestützt. In Verbindung mit der Modernisierung der Anlagen sei heute ein wirtschaftlich effizienter Betrieb möglich.

Schermann kündigte an, dass darüber hinaus gemeinsam mit Neher und E.ON Mitte AG neuartige Referenzvorhaben auf ihre Realisierbarkeit in den nächsten Wochen geprüft werden sollen.

Des Weiteren würden Überlegungen angestellt, ob auch der Neubau zusätzlicher Wasserkraftanlagen unter Berücksichtigung der ökologischen Belange realistisch erscheine.

Mit einem Mix aus Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie, Fotovoltaik und Deponiegasnutzung soll im Landkreis Göttingen die umweltfreundliche Energieversorgung weiter forciert werden.