Was folgt nach dem Brexit?

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Was der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union für die Gemeinschaft und die regionale Wirtschaft bedeutet, diskutierten am Dienstag, den 16. Oktober 2018, Referenten und Gäste einer Veranstaltung von WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen, Europa-Union Kreisverband Göttingen und dem Braunschweiger Amt für regionale Landesentwicklung in den Räumen der Bovender Firma Minebea Intec.

In einem einführenden Grußwort erläuterte der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Matthias Wunderling-Weilbier die Bedeutung des Brexits gerade für unsere ob ihres Innovationscharakters global besonders vernetzte Region „Klar ist: Der Brexit wird uns treffen. Gewiss ist aber derzeit nur die Ungewissheit des Wie?‘.“

Anschließend gab der Leiter des Europarechtsreferates im Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Albrecht Wendenburg, den Anwesenden einen Überblick zum aktuellen Beratungsstand der Brexit-Verhandlungen und erläuterte die Aktivitäten der Landesregierung. Unter anderem wird das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung noch in diesem Jahr ein Brexit-Übergangsgesetz vorlegen. Den Unternehmen riet er unabhängig davon auch Vorsorge für einen ungeregelten Brexit zu treffen.

Staatsrechtler Alexander Thiele von der Uni Göttingen hielt im Anschluss einen flammenden Appell für eine demokratische Erneuerung der EU und mahnte, immer auch die Zukunft des Binnenmarktes und Fragen zur sozialen Gerechtigkeit zu beachten. Alle müssten sich fragen: „Wozu braucht man auch in Zukunft eine Europäische Union?“

Bei einem Rundgang zu Beginn informierte Patrick Moll die Teilnehmer über das Bovender Unternehmen Minebea Intec. „Mit unseren Produkten stellen wir sicher, dass sich in Joghurtbechern keine Fremdkörper befinden. Wir machen das tägliche Leben sicherer“, so der Personalchef des Herstellers von Wäge- und Inspektionstechnologien im Gewerbegebiet AREA 3.