Wappen für den neuen Landkreis Göttingen

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Der neue Landkreis Göttingen hat sein eigenes Wappen. Ein entsprechender Beschluss des Kreistags trat am 1. Juni 2017 in Kraft. Aus diesem Anlass wurde an den Verwaltungssitzen des Landkreises symbolisch die Flagge gehisst.

Am Kreishaus Göttingen zogen Landrat Bernhard Reuter und der Vorsitzende des Kreistags, Harald Grahovac, die Flagge auf. Zeitgleich hisste Kreisrätin Marlies Dornieden am Kreishaus Osterode am Harz im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Kreistag und Verwaltung und die neue Flagge.

Das Wappen ist als Hoheitszeichen das identitätsstiftende Symbol des Landkreises Göttingen. Es wurde eigens für den neuen Landkreis entwickelt und ersetzt die Wappen der Vorgänger-Landkreise. Das Wappen findet bei hoheitlichen Aufgaben (als Dienstsiegel, Abzeichen der Kreisfeuerwehr u.a.) sowie bei repräsentativen Anlässen (Flagge, Ehrenurkunden etc.) Anwendung.

Der neue Landkreis Göttingen entstand am 1. November 2016 aus der Fusion der beiden Landkreise Osterode am Harz und Göttingen. Letztgenannter war mit der Gebietsreform Anfang der 1970er-Jahre aus dem Zusammenschluss der vormaligen Landkreise Göttingen, Hann. Münden und Duderstadt hervorgegangen. Das Wappen des neuen Landkreises Göttingen zitiert aus den Wappen aller vier Vorgänger-Landkreise sowie aus den Wappen der vier (früheren) Kreisstädte Göttingen, Osterode am Harz, Hann. Münden und Duderstadt. Gemeinsames Element sind die Welfenlöwen. Sie stehen für die jahrhundertelange Dominanz der welfischen Herzöge im überwiegenden Teil des heutigen Kreisgebiets. Dabei stehen die unterschiedliche Farbgebung sowie Lauf- und Blickrichtungen für verschiedene Welfenlinien mit ihren verwandtschaftlichen Verbindungen zu England und Dänemark. Das weiße Speichenrad verweist auf das Eichsfeld als wesentlichem weiteren Herrschaftsbereich und dessen Prägung durch das Kurfürstentum Mainz.