Wann gilt eine Patientenverfügung als widerrufen?

Text von: redaktion

Das Klinische Ethikkomitee an der Universitätsmedizin Göttingen lädt zu einer ethischen Falldiskussion ein. Am Mittwoch, 4. Mai 2011, von 16.30 bis 18 Uhr im Hörsaal 04 im Universitätsklinikum Göttingen.

Die Patientenverfügung ist ein starkes Instrument, um die Selbstbestimmung von Patienten zu schützen. Wer sich für eine solche Verfügung entschließt, möchte auch dann noch über eine medizinische Behandlung selbst entscheiden, wenn er es eigentlich nicht mehr kann.

Tritt ein derartiger Ernstfall ein, ist die Entscheidung jedoch häufig deutlich komplizierter: Die Überzeugungen der behandelnden Ärzte oder die Wünsche und Vorstellungen der Angehörigen machen eine einfache und schnelle Lösung oft schwierig.

Oft sind es aber auch die Patienten selbst, die in der Situation vielleicht ganz anders denken und fühlen als davor. Welche Möglichkeiten für ein weiteres Vorgehen gibt es in einer solchen Situation?

Dazu veranstaltet das Klinische Ethikkomitee der Universitätsmedizin Göttingen am Mittwoch, dem 4. Mai 2011, eine ethische Fallbesprechung zum Thema „Mutmaßlicher Widerruf einer Patientenverfügung?“.

Der konkrete Fall beschäftigt sich mit der Situation eines nicht mehr entscheidungsfähigen Patienten, dessen Patientenverfügung einen Therapieabbruch fordert. Dagegen führt seine Ehefrau jedoch an, dass er in der Vergangenheit immer wieder Behandlungen zunächst abgelehnt, diesen dann aber doch zugestimmt hätte. Sie fordert deshalb von den Ärzten die Durchführung der Maßnahmen.

Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr im Hörsaal 04 des Universitätsklinikums Göttingen, Robert-Koch-Straße 40.