Waldbrand-Früherkennungssystem basiert auf DLR-Technik

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Text von: redaktion

Das hochmoderne System “FireWatch“ wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der IQ wireless GmbH entwickelt. Die sensorbasierte Technik soll zunächst im östlichen Teil des Bundeslandes Niedersachsen zum Einsatz kommen.

Das neue optische Sensor-System zur Waldbrandfrüherkennung in Niedersachsen wurde am 24. Juni 2009 durch den Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Hans-Heinrich Ehlen (CDU), in Zernien (Kreis Lüchow-Dannenberg) in Betrieb genommen.

Das Frühwarnsystem „FireWatch“, das später vor allem auf Mobilfunkmasten angebracht werden soll, überwacht mit einem hochauflösenden optischen Sensor-System Waldflächen von bis zu 700 Quadratkilometern Größe.

Die aufgezeichneten Bilder werden vor Ort mit einer speziellen Software zur Raucherkennung in Echtzeit ausgewertet. Bei Verdacht eines Brandes werden die Bilder und Koordinaten des Brandherdes automatisch an die Waldbrandzentrale in Lüneburg weitergeleitet. Dort entscheidet der Diensthabende über eine eventuell notwendige Alarmierung der Feuerwehr.

Die Kosten von etwa 2,25 Millionen Euro tragen die Europäische Union und das Land Niedersachsen. Im Laufe des Jahres werden in Niedersachsen insgesamt 17 Früherkennungssysteme installiert, die die besonders gefährdeten Waldflächen des Landes überwachen sollen.

Bisher unterhielt das Land Niedersachsen zum Schutz vor Bränden in den Wäldern ein System von Feuerwachtürmen, auf denen während der Frühjahrs- und Sommermonate Beobachter zur Waldbrandfrüherkennung eingesetzt wurden.