„Wahre Schönheit kommt von innen“

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Text von: redaktion

Workshop-Reihe TOPAS – Arbeitgeber steigern ihre Attraktivität.

Die letzte Prüfung geschafft, den Hochschulabschluss in der Tasche – aber was kommt jetzt?

Auf in die großen Metropolen dieser Welt oder vielleicht doch in Südniedersachsen bleiben? Wer bleibt, hat die große Auswahl, denn in der Region sitzen zahlreiche erfolgreiche Unternehmen, die auf der Suche nach potenziellen Mitarbeitern sind. Aber welches Unternehmen denkt nicht nur profit-, sondern auch mitarbeiterorientiert? ,TOPAS – Top-Arbeitgeber Südniedersachsen‘ steht seit Anfang 2013 für ein regionales Qualitätslabel, das engagierte Arbeitgeber auszeichnet. Für Bewerber ein sichtbares Zeichen, dass bei diesen Unternehmen nicht nur die bloß von Bernd Fritz-Kolle und Andrea Stöber, Coaches und Gesellschafter der teneo Organisationsberatung.

Zusammen mit der SüdniedersachsenStiftung – einem Netzwerk, das die Potenziale der Region offensiv nutzen und weiterentwickeln möchte –, mit faktor, der IHK Hannover Geschäftsstelle Göttingen, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) und der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) ließen sich schnell weitere Kooperationspartner vom Konzept überzeugen.

Unter dem Leitziel, die Standards des Arbeitgebermarketings in Südniedersachsen zu verbessern und als Region mit attraktiven Arbeitgebern nach innen und außen aufzutreten, konnten dieLeistung zählt, sondern auch ein angenehmes Arbeitsumfeld zu erwarten ist: z.B. faires Führungsverhalten und die Berücksichtigung von Arbeitnehmerbedürfnissen wie Zugehörigkeit, Anerkennung und Sicherheit.

Insgesamt 24 Unternehmen hatten sich Anfang 2013 zusammengefunden, um ‚Top- Arbeitgeber‘ zu werden. Ein gemeinsamer Ideenpool entstand, Standards wurden formuliert und Erkenntnisse wurden gezielt umgesetzt. Diese kommen nun den Mitarbeitern, den Unternehmen und der Region gleichermaßen zugute. Konzipiert wurde die Workshop-Reihe zum Erlangen dieser Auszeichnung teilnehmenden Unternehmen ihr Profil als attraktive Arbeitgeber schärfen.

Die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen machte die Workshops besonders spannend: Geschäftsführer und Angestellte von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu Global Playern tauschten sich über ihre Aktivitäten aus.

„Besonders beeindruckt hat mich die Offenheit zwischen allen Teilnehmern“, sagt Claudia Bölter, die bei KWS Saat AG in Einbeck für die Arbeitgebermarkenbildung zuständig ist und stets nach neuen Wegen für die Ansprache von Fachkräften sucht.

Neben dem Wissen, wie sie passende Mitarbeiter finden und erfolgreich rekrutieren können, nahmen die Unternehmen auch Tipps zum Thema Mitarbeiterbindung mit. Kai Scheithauer, verantwortlich für Marketing, Personalmanagement und Strategieplanung bei Renneberg und Partner, sieht sein Unternehmen durch die neuen Erkenntnisse nun noch besser aufgestellt: „Vor allem im Bereich der Organisationsstrukturen haben wir große Fortschritte erzielt. Verantwortlichkeiten sind nun durch genauere Arbeitsplatzbeschreibungen klarer definiert.“

Eine Verbesserung, die Stellenausschreibungen und anschließende Vorstellungsgespräche erheblich vereinfacht. Auch Marion Laudenbach, Abteilungsleiterin für Personal und Gesundheit von den Göttinger Werkstätten, stieß auf Verbesserungspotenzial: „Für uns lautet die Lehre aus den Workshops: Tue Gutes, und rede darüber! Wir müssen derzeitigen und potenziellen Mitarbeitern noch besser vermitteln, was für ein gutes Arbeitsumfeld sie hier haben.“

Im Dezember 2013 werde die Unternehmen offiziell ausgezeichnet. „Wir haben einen guten Weg eingeschlagen, den wir nächstes Jahr fortsetzen werden“, sagt Matthias Maring, Vorstandsassistent der Südniedersachsenstiftung.

Coach Fritz-Kolle unterstreicht dies, indem er mit einem Augenzwinkern hinzufügt: „Arbeitgebermarketing ist für jedes Unternehmen unverzichtbar, denn wahre Schönheit kommt von innen.“