Wachstumspolitik für die Zukunft in Deutschland

Text von: redaktion

Unter diesem Titel fand am 27. August 2009 eine Podiumsdiskussion von “Die Familienunternehmer – ASU e.V.“ zur Bundestagswahl statt. Bei der Veranstaltung in Hannover erörterten Spitzenpolitiker ihre politischen Konzepte.

Zum Thema Wachstum in Deutschland herrscht bei allen Parteien grosses Schweigen – jedenfalls nach Erkenntnis der Familienunternehmer-ASU.

Vor knapp hundert Unternehmern und Gästen diskutierten die Bundespolitiker Ursula von der Leyen (CDU), Thomas Oppermann (SPD), Claudia Winterstein (FDP) und Brigitte Pothmer (Grüne) am 27. August in Hannover im Alten Rathaus ihre politischen Konzepte.

64 Prozent der Familienunternehmer befürchten, dass eine Regierung nach der Wahl die Steuern erhöht. Diese Lasten könnten nach ihrer Einschätzung die Wirtschaft schnell strangulieren, Investitionsanreize und damit wichtige Arbeitsplätze würden verloren gehen.

„Wir brauchen aber ein deutliches und nachhaltiges Wachstum“ mahnt Ulrich Herfurth, Landesvorsitzender der Familienunternehmer.

Die Last trifft nicht nur die heutige Bevölkerung, sondern vor allem die nächste Generation. Hinzu kommt, dass bereits die demographische strukturelle Veränderung der Bevölkerung den Leistungsträgern steigende Pflichten aufbürdet.

Die Familienunternehmer haben auch klare Vorschläge für wachstumsorientierte Maßnahmen in den ersten 100 Tagen nach der Wahl:

  • Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge zum Monatsende statt Monatsmitte
  • Rechtzeitige Anpassung von Steuervorauszahlungen an sinkende Gewinnaussichten
  • Auch bei Personenunternehmen Besteuerung von Gewinnen erst bei Entnahme
  • Gesetzliche Stärkung von betrieblichen Bündnissen für Arbeit
  • Strukturelle Verbesserung von Flexibilität und Qualifikation im Arbeitsrecht
  • Abschaffung der kalten Progression bei der Einkommensteuer
  • Keine steuerliche Bestrafung von Eigenkapital
  • Keine Substanzbesteuerung bei der Gewerbesteuer
  • Abschaffung der Erbschaftsteuer