Vortragsreihe “Faszinierendes Weltall“: Der Kleinplanet Vesta

© NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Text von: redaktion

Am Dienstag, 01. November 2011, findet der zweite Vortrag in der laufenden Staffel der Reihe “Faszinierendes Weltall“ statt. Versnatslatungsort ist an jedem zweiten Dienstag um 20 Uhr das Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, Hörsaal 008.

Am 01. November um 20Uhr spricht: Prof. Dr. Ulrich Christensen vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau zum Thema „Der Kleinplanet Vesta – Erste Ergebnisse der Raummission DAWN“. Veranstalter der Vortragsreihe ist der Förderkreis Planetarium Göttingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Göttingen.

Der Kleinplanet Vesta im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter ist ein sehr ungewöhnlicher Himmelskörper. Wie andere Asteroide ist Vesta ein Überbleibsel aus der Zeit der Planetenentstehung vor 4,5 Milliarden Jahren. Spektroskopische Untersuchungen und die Analyse von Meteoriten die höchstwahrscheinlich von Vesta stammen zeigen, dass sie – anders als die meisten Asteroide – eine magmatisch entstandene Kruste und einen Eisenkern besitzt. Sie gleicht damit den Planeten im inneren Sonnensystem und wird auch als Protoplanet bezeichnet.

Seit Juli 2011 sendet die Raumsonde DAWN Bilder und Messdaten aus einer Umlaufbahn. Die etwa 500 km große Vesta zeigt eine ausgedehnte Einsenkung mit einem riesigen Zentralberg am Südpol, die wahrscheinlich durch eine Kollision mit einem anderen Körper entstanden sind. Langgestreckte Rillen nahe des Äquators können ihren Ursprung ebenfalls in diesem Zusammenstoß haben. DAWN wird bis Mitte 2012 Vesta aus tiefer gelegenen Umlaufbahnen mit besserer Auflösung abbilden, bevor die Sonde dann zu Ceres, dem größten der Asteroiden, weiterfliegt.