Vorsorge muss nicht teuer sein

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Text von: redaktion

Michael Dreibrodt, Vorstandsvorsitzender der Göttinger myLife Lebensversicherung AG, erklärt, warum Berufsunfähigkeit wichtig ist – allerdings meist vernachlässigt wird.

Weihachten2009 klagt die heute 23-jährige Katharina (Name geändert) über Kopfschmerzen, nichts wirklich Ernstes, die hat sie gelegentlich. Am nächsten Tag werden sie stärker. Gemeinsam mit ihrer Mutter fährt Katharina in das nahegelegene Klinikum.

Ohne einen direkten Befund empfehlen die Ärzte, die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus zu verbringen. Die Lage verschlimmert sich dramatisch. Am nächsten Tag liegt sie bereits im künstlichen Koma. Eine Notoperation am Gehirn ist notwendig.

„Nach dem Koma habe ich wenig wahrgenommen. Meine rechte Körperhälfte war gelähmt, mein Sprachvermögen weg“, sagt die junge Frau. Die durch die Operation betroffenen Hirnfunktionen müssen nun langsam durch eine intensive therapeutische Betreuung zurückerobert werden.

Insgesamt dauert der Rehabilitationsprozess bis heute an.

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, wird immer noch von vielen Menschen unterschätzt. Dabei scheidet jeder vierte Erwerbstätige vorzeitig aus dem Berufsleben aus.

Die Ursachen sind vielfältig: 29 Prozent aller Leistungsfälle sind auf Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel einen Burnout, zurückzuführen.

Danach folgen mit 23 Prozent Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates und Krebserkrankungen mit 15 Prozent (Quelle: Morgen & Morgen, 2013). Gerade junge Menschen sind oft unzureichend abgesichert. Dabei verfügen sie über die besten Voraussetzungen, um sich einen umfassenden Schutz zu günstigen Beiträgen zu sichern.

Grundlage der Beitragskalkulation ist der jeweilige Gesundheitszustand.

Hier sind junge Leute im Vorteil, da sie meist keine Vorerkrankungen haben. In späteren Jahren, wenn erste Erkrankungen da sind, erhöht dies den Beitrag und kann, je nach Art und Schwere der Erkrankung, auch zum Versicherungsausschluss führen.

Doch warum schließen so wenige junge Menschen eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab?

Für 54 Prozent der Deutschen ist der Preis das Hauptargument gegen eine entsprechende Versicherung. Gefolgt von dem Wunsch, das Geld lieber für andere Dinge auszugeben (52 Prozent) (Quelle: TNS Infratest/ Continentale Lebensversicherung AG).

Dabei muss ein Berufsunfähigkeitsschutz nicht teuer sein oder den Erwerb anderer Dinge verhindern. Gerade für junge Leute in der Ausbildung oder im Studium gibt es günstige Einstiegstarife, die optimale Absicherung bieten.

Eine wenig bekannte Alternative sind sogenannte ,natürliche Beiträge‘. Diese werden jährlich kalkuliert und bilden das jeweilige Berufsunfähigkeitsrisiko ab.

Dadurch sind in den ersten Jahren sehr günstige Beiträge möglich. So kann sich ein 20-jähriger Student z.B. für nur 9,66 Euro im Monat eine Berufsunfähigkeitsrente von 1.000 Euro im Monat sichern.

Das größte Problem bleibt jedoch, dass sich junge Menschen meist gar nicht erst mit der Thematik beschäftigen. Immer öfter schließen daher Eltern oder Großeltern eine Versicherung für den Nachwuchs ab und zahlen während der Ausbildungszeit die Beiträge.