Von der Notwendigkeit, zwei Hüte zu tragen

© Carl Auer Verlag
Text von: redaktion

So beliebt die lösungsfokussierte Kurztherapie ist, sieht sie sich mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht ausreichend auf die emotionalen Bedürfnisse von Klienten einzugehen. Wo sie als reine Technik missverstanden wird, besteht diese Gefahr durchaus. Eve Lipchik, eine der Mitbegründerinnen des Brief Family Therapy Centers in Milwaukee, entwickelt hier einen therapeutischen Ansatz, nach dem Emotionen Teil eines jeden Problems und einer jeden Lösung sind.

Lipchik zeigt auf, dass emotional beladene Themen dazu beitragen können, Klienten den Weg zu erfolgreichen Lösungen zu bereiten. Voraussetzung dafür sind ein förderliches Klima im Therapiegespräch und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Klient und Therapeut. Bei der Umsetzung ihres Ansatzes orientiert sich Lipchik an Fragen aus der täglichen Praxis: Worauf geht man als Therapeut im lösungsfokussierten Gespräch ein, was sollte man ignorieren? Was kann man tun, wenn der Klient auf lösungsfokussierte Fragen nicht reagiert? Die Autorin zeigt, wie sich ihr Therapiemodell anwenden lässt, sei es im Rahmen von Einzel-, Paar- und Familientherapien, in kurzen Kriseninterventionen oder bei Langzeitbehandlungen. Alle Kapitel werden anhand von Fallbeispielen illustriert.

„Von der Notwendigkeit, zwei Hüte zu tragen“ von Eve Lipchik ist im Carl Auer Verlag erschienen und für 34,95 Euro im Handel erhältlich.