Vom Jungen zum Mann

© Maximilian Freiherr von Düring
Text von: redaktion

Die Initiative 'Männer für morgen', von den Göttingern Maximilian von Düring und Gerald Hüther, will Jungen und männliche Heranwachsende auf ihrem Weg in die männliche Identität unterstützen.

Initiator Gerald Hüther: „Jungs brauchen mehr Erfahrungsräume, Vorbilder und Herausforderungen, um eine eigene Form von Mannsein zu entwickeln“.

Ziel ist die Unterstützung und Vernetzung von deutschsprachigen Projekten und Einzelengagements, die die Entwicklung der Jungen fördern.

Jungen und männliche Heranwachsende brauchen vielfältige Möglichkeiten und Herausforderungen, um ihre Talente und Begabungen zu entwickeln. Sonst laufen sie Gefahr, an dem sich gegenwärtig vollziehenden Wandel der Rollenbilder in unserer Gesellschaft zu scheitern.

So beschreibt Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen, die Situation der männlichen Jugendlichen in Deutschland. „Es kann nicht sein, dass Jungs und junge Männer in den traditionellen Rollenbeschreibungen gefangen bleiben. Sie brauchen mehr Chancen und Gelegenheiten, in denen sie vor Herausforderungen gestellt werden und ihre eigene Identität erproben und herausbilden können.“

Um hierzu aktiv zu werden und dieses Thema mehr in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, hat Hüther zusammen mit sechs weiteren Initiatoren die Initiative „Männer für morgen“ ins Leben gerufen, die jetzt an den Start geht.

„’Männer für morgen‘ will das Thema Jungenentwicklung aktiver auf die gesellschaftliche Agenda setzen“, macht Hüther deutlich. Die Initiative hat sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, Projekte und Einzelengagements, die durch ihre Arbeit zu einer positiven Entwicklung von männlichen Jugendlichen beitragen, zu unterstützen und zu vernetzen.

„Viele der Probleme, die wir beschreiben, haben Mädchen und junge Frauen in ähnlicher Form. Wir sind aber der Überzeugung, dass die Jungs unsere Aufmerksamkeit mehr denn je benötigen. Wir wollen hierbei als Männer etwas für die Jungs tun. Diese Arbeit kann nicht von den Frauen geleistet werden.“