Vom Erdulder zum Gestalter!

© Wiebke Anton
Text von: redaktion

Was erfolgreiche Menschen, die Gestalter ihres Lebens sind, von nicht erfolgreichen unterscheidet, ist die Fähigkeit, nützliche Erkenntnisse aus Negativerlebnissen zu ziehen. Coach Anton Wiebke zeigt den Weg zum Gestalter.

Hinfallen ist nicht schlimm – nur liegen bleiben!

In unserer Gesellschaft wird oft mit Verachtung auf diejenigen geschaut, die gerade einen schlimmen Misserfolg erleben, ihren Job verlieren, sich wohlmöglich mit einer Insolvenz konfrontiert sehen. Menschen, von denen wir meinen, dass sie uns nicht das Wasser reichen könnten, nur weil sie ihren großen Coup und das, was sie eigentlich erreichen wollten, noch nicht vollzogen haben.

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten, mit diesen scheinbar negativen Erfahrungen umzugehen. Wie steht man wieder auf, nachdem man einen derben Schlag hinnehmen musste?

Die Positive Psychologie hat in den letzten Jahren Antworten gegeben: Kennen Sie den Begriff des Stehaufmännchens? Diese Menschen haben begriffen, was es heißt, Widerstandsfähigkeit zu entwickeln und Misserfolge zu nutzen. Machen wir uns nichts vor: Die wird es immer wieder geben; jeder von uns erlebt sie, so ist das Leben.

Scheinbar haben die einen mehr Misserfolge als die anderen, oder gehen einige wetterfeste Menschen nur anders mit ihren Misserfolgen um?

Manche bleiben nach einer Krise liegen, sind wie gelähmt und ziehen sich komplett zurück – sie geben auf und erdulden ihr Schicksal! Ihnen fehlt noch etwas: Resilienz!

Die gute Nachricht ist: Resilienz kann man erlernen.

Die Fähigkeit, Misserfolge zum Anlass für persönliche Entwicklung zu nehmen, kann trainiert und konditioniert werden.

Was erfolgreiche Menschen, die Gestalter ihres Lebens sind, von nicht erfolgreichen unterscheidet, ist die Fähigkeit, nützliche Erkenntnisse aus Negativerlebnissen zu ziehen und die folgenden Punkte zu reflektieren:

  • Was hätte ich aus heutiger Sicht in der Krise gebraucht?
  • Wissen, dass an allem, was wir erleben, etwas Gutes dran ist!
  • Die Schuldfrage nicht zu stellen – erfolgreiche Menschen wissen, dass es nur unterschiedliche Einflüsse und Zusammenhänge gibt!
  • Was hätte ein Mensch, den ich für sehr erfolgreich halte und den ich bewundere, in meiner Situation getan?
  • Welche konkreten Schritte kann ich jetzt gehen, um das Erlebte zum Positiven zu wenden?
  • Wer kann mir dabei helfen? Lernen Sie aus der Natur und nutzen Sie die Intelligenz aller!

Resilienz fasziniert nicht nur mich als Coach. Auf dem in der letzten Woche stattgefundenen Workshop mit Martin Seligman, Mitgestalter der Positiven Psychologie und erfolgreicher Bestsellerautor (Der Glücksfaktor), sind sich alle Experten einig gewesen:

Wir können uns selbst konditionieren und widerstandsfähiger machen.

Jeder kennt den Vergleich: Ein gefülltes Glas mit Wasser steht vor ihnen – was meinen Sie? Ist es halb voll oder halb leer? Beides ist richtig – Sie geben den Dingen ihren Wert; das Leben ist immer einverstanden mit Ihnen. Es antwortet und spiegelt Ihnen Ihre Einstellung. Ein einfaches und extrem effektives Tool, das ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte:

The heliotropic effect – notieren Sie jeden Abend vor dem Schlafen die drei Dinge des Tages, die Ihnen am Tag gut gelungen sind und warum Sie Ihnen so gut gelungen sind; wichtig: Sie legen den Stift nicht aus der Hand, bis Ihnen drei Dinge eingefallen sind, und Sie tun dieses für mindestens sechs Monate! Erwiesenermaßen und wissenschaftlich belegt werden Sie nach kurzer Zeit Ihren Blick auf die Dinge und Ihre Einstellung positiv geändert haben.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Experimentierfreude – bleiben Sie neugierig! Ihre Anton Wiebke