Volksbank erfreut

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Text von: redaktion

In der Reihe der Göttinger Neujahrsempfänge hat die Volksbank Göttingen wieder als erste zur Begrüßung des neuen Jahres geladen. Der Ansturm war groß. Aufsichtsratsvorsitzender Carl Graf von Hardenberg sowie die Vorstände Markus Bludau und Hans-Christian Reuß begrüßten über 350 Gäste.

Bludau, der in diesem Jahr die Neujahrsansprache mit dem schon traditionellen Jahresrückblick hielt, informierte nicht nur über die wirtschaftliche Situation in Deutschland und der Welt, sondern auch über den erneuten Geschäftserfolg der Volksbank Göttingen. Gut gelaunt begrüßte er seine Gäste und konnte erfreuliche Zahlen präsentieren.

Angesichts der aktuellen geopolitischen Krisen, des IS-Terrors und der Ebola-Epidemie in Westafrika begann er seine Rede aber zunächst mit dem ernsten Hinweis, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2014 unter massiven Konflikten zu leiden hatte. Sie sei trotz eines robusten Wachstums in den USA insgesamt schwach geblieben. Und diese Unsicherheit habe nach einem guten ersten Quartal auch das deutsche Wirtschaftswachstum gebremst.

Die abwartende Beobachtung der globalen Konjunktur, der Eurokursentwicklung und der Zinsen habe in 2014 eine große Investitionszurückhaltung bewirkt, die auch bei den gewerblichen Kunden der Volksbank Göttingen zu beobachten gewesen sei. Insbesondere der Konflikt mit Russland habe sich wie Mehltau auf die Wirtschaftsstimmung gelegt.

So verwundere es auch nicht, dass in der öffentlichen Diskussion über das Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent Enttäuschung über die verfehlten hohen Erwartungen vom Jahresanfang 2014 mitklinge.

„Deutschland 2014″, so Bludau „kommt mir vor wie der Fahrer eines PS-starken Sportwagens auf der A7, der nach einer gefühlten Ewigkeit in der 60er Zone seinen Wagen ausfahren möchte, dann aber in eine 120er Zone kommt. Besser als auf der Landstraße sei diese Situation aber allemal.“

Die Zukunftsprognosen für 2015 seien vermutlich auch deswegen vorsichtig ausgefallen. Die Bundesregierung gehe von 1,3 Prozent aus. Allerdings war das Wachstum in den Vorjahren deutlich geringer. Diese Prognosen basieren auf einem erwarteten Konsumanstieg bei gleichzeitigem Rückgang der Investitionsausgaben. Dämpfend solle sich voraussichtlich auch der Außenhandel auswirken. Die EU- Kommission schätzt das Wachstum im EU-Raum mit 0,8 Prozent noch geringer ein. „Wir Deutschen können aber womöglich doch optimistischer in die Zukunft schauen“ vermutete Bludau. Blieben der Ölpreis und Euro-Kurs nämlich auf jetzigem Niveau, entstünde bei uns im kommenden Jahr eine zusätzliche Kaufkraft von stolzen 30 Milliarden Euro. Aktuelle Schätzungen der Wirtschaftsforscher gehen von 1,5 Prozent Wachstum aus. Zusammen mit stabilen Preisen ergäbe sich eine Traumkonstellation für die deutsche Wirtschaft.

Und damit leitete der Bankchef über zum spannenden Thema „Was wird aus den zurzeit so niedrigen Zinsen?“ Seine Voraussage: Für die nächsten drei oder vier Jahre gehe die Volksbank Göttingen von keiner wesentlichen Zinsänderung aus. Die EZB strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an und tue in diesem Zusammenhang alles dafür, die Konjunktur anzukurbeln. Erst wenn es der Konjunktur deutlich besser geht, könnte die EZB ihre Niedrigzinspolitik ändern.

„Also bleiben uns diese Niedrigzinsen, die sich in einem Bereich bewegen, bei dem das STED-Mikroskop von Professor Stefan Hell durchaus weiterhelfen könnte, vorerst erhalten“, so Bludau, „zum Glück für die Häuslebauer und zum Nachteil für die Anleger“. Und er ergänzte: „Seit 118 Jahren beschäftigen sich Mitarbeiter der Volksbank Göttingen mit der Anlage von Kundengeldern. Besuchen Sie uns in unseren Filialen. Wir finden auch jetzt noch Anlagemöglichkeiten, die unsere Kunden aus der Niedrigzinsklemme befreien.“

Und nicht nur in den Filialen vor Ort, sondern auch im Internet sei die Volksbank Göttingen ein verlässlicher Partner, führte er weiter aus. Auch was den Schutz persönlicher Daten angehe, die die Volksbanken und Raiffeisenbanken in einem hochsicheren, eigenen Rechenzentrum speichern und mit denen die Volksbank Göttingen in verantwortlicher Weise ganz im Sinne partnerschaftlicher Geschäftsbeziehungen umgehe.

Nachdem er erläuterte, dass das Thema Datenschutz mittlerweile von größter Bedeutung ist und wie wichtig es sei, dass wir selbst und die Politik sich diesem Thema stellen, kam er zum Ende seiner Neujahrsrede und präsentierte gut gelaunt den Geschäftserfolg der Volksbank Göttingen im Jahr 2014.

Ganz allgemein, so Bludau, bewege sich die Bankenbranche durch die bereits lang anhaltende Niedrigzins-Situation und eine hohe Regulierung des Bankwesens in einem schwierigen Umfeld.

Die Volksbank Göttingen setzte jedoch weiter auf ihre Strategie, sich durch hohe Qualität in Beratung und Service sowie durch gelebte und erlebte Freundlichkeit abzugrenzen. Und diese Ausrichtung rechnete sich auch weiterhin. Das ordentliche Betriebsergebnis der Volksbank Göttingen konnte gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Millionen Euro auf 6,0 Millionen Euro gesteigert werden, ein wirklich gutes Ergebnis in schwierigen Zeiten. Darüber hinaus ermöglichten das hervorragend aufgestellte Risikomanagement der Genossenschaftsbank und die zufriedenstellende konjunkturelle Entwicklung 2014 abermals ein gutes Bewertungsergebnis.

Der Bilanzgewinn wird damit wieder bei circa 1,4 Millionen Euro liegen, und das obwohl 2014 umfangreiche Renovierungsmaßnahmen in Nörten- Hardenberg und in Göttinger Filialen realisiert wurden.

Das Geschäftsvolumen der Volksbank Göttingen einschließlich der Kundenwertpapierdepots stieg moderat auf 893 Millionen Euro. Die Bilanzsumme blieb stabil bei etwa 713 Millionen Euro.

Die Volksbank Göttingen konnte das bilanzierte Kreditvolumen auf 370 Millionen Euro steigern. Im Baufinanzierungsgeschäft verzeichnete das Bankhaus eines seiner erfolgreichsten Jahre. Hier konnte ein Zuwachs von mehr als 8 Prozent erreicht werden. Dabei schätzten die Kunden neben der Qualität und Individualität in der Beratung die zügige Abwicklung aller notwendigen Schritte. „Wir sind stolz darauf“, so Bludau, „dass wir im vergangenen Jahr 111 Millionen Euro – über 30 Prozent mehr als im Vorjahr – als neue Kredite inklusive neuer Zinsfestschreibungen herauslegen konnten. Das ist ein Spitzenwert.“

Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen der Volksbank Göttingen gingen im Geschäftsjahr 2014 leicht, auf 561 Millionen Euro, zurück. Der überwiegende Teil der abgeschmolzenen Gelder geht angesichts des Zinsniveaus in den Konsum oder wird in Wertpapieren, die in Depots unserer Kunden gehalten werden, angelegt.

Zum Abschluss seiner Neujahrsrede dankte Bludau, auch im Namen seines Vorstandskollegen Reuß, allen Kunden und Anteilsinhabern für das der Volksbank Göttingen im vergangenen Geschäftsjahr entgegengebrachte Vertrauen.

Und er ergänzte: „Wir wollen, dass Sie zufrieden mit uns sind und dass ihre Zufriedenheit dauerhaft ist. Ohne unser kompetentes Team, wäre dies nicht erreichbar. An dieser Stelle sage ich daher auch unseren Mitarbeitern ganz herzlich Danke für die hervorragende Arbeit und den vollen fachlichen und menschlichen Einsatz im Jahr 2014.“

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