Volker Pudel verstorben

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Text von: redaktion

Der langjährige Leiter der Ernährungspsychologischen Forschungsstelle an der Universitätsmedizin Göttingen ist am 7. Oktober 2009 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren gestorben.

Pudel galt in Deutschland als Experte für Fragen zum Ernährungsverhalten, den psychologischen Zusammenhängen von Essen und Appetit sowie zu Übergewicht und Adipositas. Zu diesen Themen hat er zahlreiche Bücher veröffentlicht.

Er war langjähriger Leiter der früheren Ernährungspsychologischen Forschungsstelle in der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Seit April 2007 war er im Ruhestand. Die UMG trauert um einen bemerkenswert innovativen und erfolgreichen Forscher und leidenschaftlichen Hochschullehrer.

Pudel wurde am 1. März 1944 in Bad Kreuznach geboren. Er studierte an der Universität Göttingen Psychologie und schloss 1970 mit Diplom ab. Im selben Jahr begann er im Sonderforschungsbereich SFB 33 „Nervensystem und biologische Information“ in der Arbeitsgruppe für Ernährungsforschung mit Grundlagenforschung zum Ernährungsverhalten und experimentellen Analysen des menschlichen Appetits.

1972 wurde er an der naturwissenschaftlichen Fakultät mit einer Arbeit zum Thema „Appetitverhalten unter experimenteller Kontrolle“ promoviert. 1976 habilitierte er sich an der medizinischen Fakultät in Göttingen für das Fach Klinische Psychologie.

Das Thema seiner Habilitationsarbeit lautete „Ernährungspsychologische Grundlagen des menschlichen Appetitverhaltens – mit besonderem Bezug zum Lebensalter und zur einfachen Adipositas“.

Die Leitung der Ernährungspsychologischen Forschungsstelle mit Sitz in der Abteilung Psychiatrie und Psychiatrie übernimmt er 1978. Vier Jahre darauf wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

Zum April 2007 verabschiedete er sich mit einem großen Symposium unter der ernährungspsychologischen Leitfrage „Warum essen Menschen anders, als sie sich ernähren sollten?“ von seinen universitären Aufgaben und ging in den Ruhestand.