Vierter ‚Runder Tisch‘ der Industrie

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Text von: redaktion

Zur vierten Auflage des 'Runden Tisches' Industrie konnten mehr als 50 Teilnehmer im Zentrallager der Wessels + Müller SE begrüßt werden. Der 'Runde Tisch' Industrie zählt zu einer fest etablierten Größe in der Mündener Unternehmerlandschaft, wie die stetig zunehmende Teilnehmerzahl zeigt.

Zweimal jährlich nutzen die lokalen Unternehmer die Netzwerkplattform zum gemeinsamen Austausch. Interessante, aktuelle Themenvorträge, wie das gestrige Thema ‚Förderprogramme‘ runden die Abendveranstaltung ab.

Erst im März 2014 hatte das Unternehmen die moderne Betriebsstätte in Hedemünden eröffnet, die bis dato etwa 106.000 Quadratmeter umfasst.

In seinem Grußwort freute sich Bürgermeister Harald Wegener über die erfolgreiche Ansiedlung des Unternehmens und verwies auf die Bedeutung für die Stadt Hann. Münden. Momentan finden Planungen zur Flächenerweiterung des Unternehmens in Hedemünden statt, die er vollumfänglich unterstützt. Auch WWS- Geschäftsführer Rolf Bilstein bestätigte noch mal in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der regionalen Kooperationen und begrüßte u.a. Detlev Barth (Geschäftsführer der WRG), Ursula Haufe (Geschäftsführerin der GWG) sowie Martin Rudolph (Geschäftsstellenleiter Göttingen der IHK Hannover).

„Die anhaltende Nachfrage nach dem Veranstaltungsformat Runder Tisch zeigt, dass wir hier etwas bewegen können. Mit der aktuellen Förderperiode werden sich auch neue Aufgabenfelder für die WWS ergeben“, betonte der WWS-Geschäftsführer.

Nach der Begrüßung vom Mündener Bürgermeister Wegener und Rolf Bilstein folgte die Eröffnung des Abends durch den Gastgeber Peter Reimann, Leiter Logistik der Wessels + Müller SE. Trotz der am Ende des letzten Jahres durchgeführten Neustrukturierung der Gesellschaft zu einer europäische Aktiengesellschaft, bleibt Wessels + Müller weiterhin ein bodenständiges Familienunternehmen. Nach der Gründung 1945 sind durch ein solides Unternehmenswachstum heute etwa 3.300 Mitarbeiter angestellt. Durch die schnelle Planung und den frühzeigen Baubeginn im Jahr 2012 konnte mit dem neuen Logistikzentrum ein neues ‚Wahrzeichen‘ für den Ortsteil Hedemünden geschaffen werden. „Wir haben hier einen perfekt wahrnehmbaren Standort, direkt an der Bundesautobahn, zum Neid unserer Wettbewerber“, bestätigte Peter Reimann.

Bei der anschließenden Führung durch die beiden automatisierten Hochregal- und Kleinteilelager wurden die in drei Gruppen unterteilten Besucher über die hoch effektiven Arbeitsabläufe an den Maschinen informiert. Daraufhin versammelten sich die Besucher wieder im Atrium und folgten den zwei Vorträgen zum Thema ‚Fördermittelprogramme‘.

„In Ermangelung von Antragstellungen lief in der letzten Förderperiode zwar relativ wenig Geld nach Südniedersachen, dies soll nun durch das Südniedersachsenprogramm geändert werden.“ so Ulrike Witt, Leiterin des Projektbüros Südniedersachsen vom Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig. Hierfür nimmt das Projektbüro alle Projektideen mit besonderer regionaler Bedeutung entgegen und prüft die Förderbarkeit aus dem Südniedersachsenprogramm oder anderen aktuellen Förderprogrammen. Sie informierte auch über die unternehmensnahen Dienstleistungen des Südniedersachsenprogramms, so werden durch die Schaffung von Breitband, Infrastruktur für Technologietransfer und den öffentlichen Personennahverkehr auch Unternehmensinteressen bedient. Ein zentraler Ansprechpartner für Unternehmen soll etabliert werden, durch den gezielte Fragestellungen direkt an eine adäquate, wissenschaftliche Fachkraft aus Universitäten und Forschungseinrichtungen zur Kooperation und Auftragserteilung bereitgestellt werden.

Im Anschluss referierte Michael Krause, Fördermittelberater der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen. Die seit 2004 bestehende NBank versteht sich als Dienstleister des Landes Niedersachsen, der aus einer Hand berät und fördert. Hierzu werden u.a. regelmäßige Sprechtage im Hause der IHK Hannover, Geschäftsstelle Göttingen durchgeführt. In der letzten Förderperiode bis 2014 konnte die NBank hierbei auf über 80 Förderprogramme zugreifen. Auch in der aktuellen Förderperiode kann so jede der vier Unternehmensphasen (Gründung, Wachstum, Sicherung und Nachfolge) abgebildet werden.

Weiterhin wurde auf die aktuelle Unternehmensbefragung der WWS hingewiesen. „Wir wollen mit diesen Daten eine transparente Darstellung des Wirtschaftsstandorts ermöglichen, um potenziellen Standortinteressierten mehr Anreize zur Ansiedlung in unserer Stadt anzubieten,“ unterstreichte WWS-Geschäftsführer Rolf Bilstein.

Zum Abschluss der Veranstaltung bat Rolf Bilstein die nächste Gastgeberin des ‚Runden Tisches‘ Industrie nach vorn. Susann Lambrecht, Ressortleiterin Pflege der Fa. AWO Gesundheitsdienste gGmbH lud alle Anwesenden ein, beim dann 5. ‚Runden Tisch‘ Industrie am 15. September 2015 wieder mit dabei zu sein. Schwerpunkt wird dann, wie sollte es anders sein, das Thema Gesundheit. Eine offizielle Einladung durch die WWS wird voraussichtlich im Juli 2015 erfolgen.