Vielseitig, unkonventionell, erfolgreich

© Alciro Theodoro Da Silva
Text von: redaktion

Die Jungunternehmer septArtes werden mit der Gute-Gründe(r)-Urkunde ausgezeichnet.

Zwischen einem Legokasten und einem Solarradio sitzen Alexander Börries und Friedrich Lorentz, zwei der Geschäftsführer der Unternehmergesellschaft (UG) septArtes, auf dem Sofa in ihrem Büro. Hier entwickeln die sympathischen jungen Männer gemeinsam mit fünf weiteren Freunden ihre Projekte – eher unkonventionell, entspannt bei einem Feierabendbier oder auch beim Grillen. Kreativität und Spaß gehören dabei eng zusammen. In einer gemütlichen Runde kamen die Freunde, die sich seit einem Drittel ihres Lebens kennen, Ende 2012 auch auf die Idee, septArtes zu gründen.

Mit ihrem ersten größeren Projekt, der Software Quovia – ShipmentControl, sind sie seit Anfang dieses Jahres im Bereich Logistik auf Erfolgskurs. Die Software, die die Stationen der Pakete automatisch sammelt und in einer Datenbank speichert, vereinfacht exportierenden Unternehmen die Nachweisführung, die sie seit Anfang 2014 aus steuerrechtlichen Gründen erbringen müssen. „Wir waren die Ersten, die generell auf dieses Gesetz reagiert haben“, erklärt Lorentz erfreut. Zwar gebe es mittlerweile auch Konkurrenten auf dem Markt, die Bedienerfreundlichkeit und der vergleichsweise niedrige Preis machen Quovia aber unschlagbar.

Für diesen Erfolg und den Mut zur Gründung wurden die Jungunternehmer nun von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) und der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) mit der Urkunde ‚Gute Gründe(r)‘ ausgezeichnet. „Die septArtes UG als Ausgründung aus der Georg-August-Universität heraus ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Unternehmensgründung im Bereich IT – einer wichtigen Zukunfts- und Wachstumsbranche am Wirtschaftsstandort Göttingen/Südniedersachsen“, begründet Ursula Haufe, Geschäftsführerin der GWG, diese Entscheidung. „Das junge und interdisziplinär aufgestellte Gründerteam hat viele kreative Ideen und entsprechend interessante Projekte in Planung“, erklärt sie weiter. Diese Vielseitigkeit sehen auch Lorentz und Börries als ihr Alleinstellungsmerkmal an: Während die beiden Physik studieren, gibt es in der Runde noch einen Maschinenbauer, einen BWLer, einen Althistoriker, einen Mathematiker und einen physikalischen Techniker. „Dadurch sind wir sehr flexibel, haben offene Augen, um Probleme zu erkennen und Lösungen zu entwickeln“, so Börries. Ein weiterer Vorteil sei das freundschaftliche Verhältnis. „Wir haben immer noch Spaß und arbeiten trotzdem professionell“, erläutert Lorentz das Arbeitsklima. Im Gegensatz zu den eingefahrenen, festen Strukturen größerer Unternehmen könne septArtes einen schnellen Service bieten und auf Probleme und die Nachfrage spontan reagieren.

Und was wird die Zukunft bringen? Mittelfristig habe man jetzt erst einmal im Logistikbereich Fuß gefasst und wolle sich daher in diesem Sektor etwas ausbreiten und das Angebot breiter fächern. Langfristig gesehen haben die jungen Unternehmer aber verschiedenste kleinere und größere Projektideen. Die Kunden dürfen also gespannt sein, was da noch kommt. Und Lorentz ist sich sicher: „Die Zukunft wird auf jeden Fall cool!“