Viani erobert Deutschland

Text von: redaktion

Das Kochhaus ist gerettet. Der Göttinger Feinkostgroßhändler Viani übernimmt das Berliner Unternehmen, das Lebensmittel passend zu Kochhaus-Rezepten anbietet. Während der Insolvenz konnte das Unternehmen mit seinen 190 Mitarbeitern seit März fortgeführt und saniert werden.

„Wir wollen das volle Programm des Kochhauses in der bisherigen Form fortführen. Unsere Kunden werden also in den nächsten Monaten keinen Unterschied bemerken. Sie können sich weiterhin auf guten Service und hervorragende Produkte verlassen“, erklärte Ramin Goo, Geschäftsführer der Kochhaus GmbH. Von neun Standorten werden sieben weiter betrieben. Zwar werden zwei Standorte in Berlin Kreuzberg und der Kölner Südstadt im Juli geschlossen. Für die Zukunft sind aber wieder Neueröffnungen geplant.

Seit Eröffnung der ersten Filiale im Jahr 2010 beliefert die Antonio Viani Importe GmbH das Kochhaus mit italienischen Spezialitäten. Diese langjährige Beziehung soll nun vertieft werden. „Das Kochhaus und Viani rücken näher zusammen, um das Angebot für unsere Kunden auszuweiten. Gemeinsam wollen wir das Konzept des Kochhauses weiterentwickeln“, so Geschäftsführer Ramin Goo weiter.

Für Viani liegt der Schwerpunkt vor allem darauf, sieben von neun Läden in ganz Deutschland übernehmen zu können, um nun mit rund 150 Mitarbeitern ihre heißgeliebten italienischen Lebensmittel einem größeren Publikum anzubieten. Und dieses in Form einer fokussierten Auswahl wie bereits im Göttinger Geschäft Viani Alimentari – mit tollen Olivenölen, Weinen, frischem Pesto, einem tollem Culatello und natürlich immer mit einem guten Cappuccino im Gepäck.

„Italienische Lebensfreude und genussvolle Lebensmittel passen gut zu innovativen Einzelhandelskonzepten wie dem Kochhaus. Deshalb freuen wir uns auf die gemeinsame Arbeit mit dem Kochhaus-Team“, erklärte Remo Viani, Geschäftsführer Antonio Viani Importe GmbH.

Im März 2019 musste das Kochhaus Insolvenz anmelden und wurde seither von Insolvenzverwalter Jesko Stark mit 190 Beschäftigten fortgeführt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung konnte er das Unternehmen übertragend sanieren. Im Ergebnis eines intensiven Investorenprozesses konnte mit Viani ein passender Partner gefunden werden. Aus insolvenzrechtlichen Gründen dürfen allerdings keine Gutscheine zur Zahlung angenommen werden. Um Inhaber von Gutscheinen kulant zu behandeln, wird gegenwärtig ein Konzept erarbeitet.