VGH Göttingen zieht Bilanz

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Die VGH Versicherungen ziehen positive Bilanz aus dem Jahr 2016. Zugleich gilt es, einen Blick in die Zukunft zu werfen: unkalkulierbare Wetterereignisse, neue Mobilitätskonzepte, Digitalisierung, sowie die Ausbildung von Nachwuchskräften bilden die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. 

Für das Jahr 2016 legt Regionaldirektor Ulf Hasse positive Geschäftszahlen vor – in einem schwierigen Marktumfeld alles andere als selbstverständlich: „Die Herausforderungen sind immens. Seit Jahren verharren die Kapitalmarktzinsen im Keller. Gleichzeitig belastet der anhaltend hohe Aufwand für Schäden unsere Erträge. Dem daraus folgenden Zwang zur Kostendisziplin steht ein beachtlicher Investitionsbedarf entgegen, insbesondere in die Digitalisierung unseres Geschäftsmodells.“

Die Kennzahlen für 2016 belegen, dass der VGH-Standort in Südniedersachsen  zu den leistungsstärksten der landesweit zehn Regionaldirektionen zählt. Ulf Hasse: „Im vergangenen Jahr konnten wir unsere Beitragseinnahmen erneut ausbauen, um 1,7 Prozent auf gut 127 Millionen Euro.“ Besonders dynamisch legten die Privatkundensparten Gebäude und Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz und Unfall zu (insgesamt +2,8 %). In der hart umkämpften Autoversicherung konnte das Beitragsniveau mit rund 27 Mio. Euro gehalten werden. Trotz des herausfordernden Marktumfeldes bleibt die Zahl der rund 148.700 Kunden mit mehr als 364.500 Versicherungsverträgen im Geschäftsgebiet der Regionaldirektion Göttingen stabil. Hasse: „Diese erfreuliche Geschäftsentwicklung konnten wir im ersten Halbjahr 2017 fortschreiben.“

Licht und Schatten zeigt die Schadensbilanz der Regionaldirektion für 2016. „Erfreulich ist, dass die Zahl der uns gemeldeten Schäden um fast 30 Prozent auf etwa 23.400 sank, weil Stürme nicht so stark ins Gewicht fielen“, resümiert Hasse. Doch der Gesamtaufwand für Entschädigungen – auch jenseits von Unwettern – bleibt mit fast 27 Millionen Euro hoch, da die durchschnittlichen Kosten pro Einzelschaden stiegen. Der überwiegende Teil der Entschädigungen bleibt in der Region, da heimische Handwerksbetriebe die Mehrheit der Schäden beheben.

Der größte öffentlich-rechtliche Versicherer in Niedersachsen bekennt sich seit 267 Jahren zu regionaler Verwurzelung und dezentraler Organisation.

„Kundennähe als Kern unserer Unternehmensphilosophie ist bei der VGH wörtlich gemeint“, bekräftigt Hasse. „Unsere Versicherten können sich darauf verlassen, dass ihnen auch künftig persönliche Ansprechpartner, lokale Experten und kundige Schadenregulierer vor Ort zur Verfügung stehen. Indem wir dieses Erfolgsrezept schrittweise digitalisieren, bleibt es zukunftsfähig. Ziel ist, mit Hilfe zeitgemäßer Technologien den Kunden den Kontakt zu uns zu erleichtern. Information, Beratung, Vertragsverwaltung und Schadenregulierung sollen übersichtlich organisiert und einfach einsehbar sein.“

So bietet die VGH beispielsweise die Möglichkeit einen Schaden sofort per App zu melden und stellt zudem eine Wetter-App zur Verfügung, die vor Unwettern in der Umgebung warnt, sodass Schadensfälle möglichst verhindert werden können.

Die Bedeutung der Regionaldirektion und der von ihr betreuten 33 VGH-Vertretungen sowie sieben Sparkassen als Arbeitgeber und Ausbilder wächst. Direkt und indirekt sind inzwischen mehr als 170 Menschen im Göttinger Verantwortungsbereich für die VGH tätig. Zu ihnen gehören acht Auszubildende im Innen- und Außendienst, davon zwei in der Regionaldirektion. Im August 2017 stieg die Gesamtzahl der Azubis auf elf. Ulf Hasse:

„Als öffentlich-rechtliches Traditionsunternehmen haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung, die wir ernst nehmen. Den Wirtschaftsraum Göttingen zu stärken, ist eine kontinuierliche Aufgabe. Dazu gehört, jungen Leuten eine solide Ausbildung mit chancenreichen Berufsperspektiven in unserem Hause zu bieten.“

Hoch qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, werde umso wichtiger, je deutlicher der demografisch bedingte Fachkräftemangel sich bemerkbar mache.

Vor Ort eng vernetzt ist die VGH auch durch ihr breites gesellschaftliches Engagement für Kultur, Bildung und Sport. Kulturförderung findet vor allem durch die VGH-Stiftung statt, die durch die Regionaldirektion vor Ort repräsentiert wird. Hasse: „Sehr beliebt sind das Literaturfest Niedersachsen und der Julius-Club, ein Lese- und Schreibförderprogramm für Kinder und Jugendliche.“ Kulturell beteiligt sich die VGH in Göttingen zudem an Aktionen wie „Kultur im Kreis“, dem „Elchpreis“ und „Pop meets Classic“.  Wichtige Akteure in Stadt und Region, wie ProCity und die Energieagentur, werden ebenfalls unterstützt. Im Fußball sponsert die Regionaldirektion Göttingen den VGH Fairness-Cup und VGH Girls-Cup, sowie Europas größtes A-Jugendturnier, den Sparkasse und VGH Cup.  Als treuer Fan der BG Göttingen unterstützt die VGH darüber hinaus den Basketball in der Stadt.