Verschärfung der Selbstanzeige ab 2015

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Text von: redaktion

Schweizer Banken kündigen deutschen Kunden ohne Nachweis der Versteuerung das Konto. Die deutschen Behörden können bei anderen OECD-Staaten ohne konkreten Verdacht Anfragen nach verdächtigen Konten stellen, wie zurzeit in Österreich.

Und ab 2017 tauschen die EUStaaten sowie über 50 Staaten weltweit Kontodaten aus. Damit ist klar, dass das Bankgeheimnis endgültig der Vergangenheit angehört. Für alle, die im Ausland noch geheimes Geld liegen haben, steigt das Risiko, entdeckt und bestraft zu werden. Die Strategie ,Augen zu und durch‘ hilft nicht mehr weiter. Ist der Steuerbetrug entdeckt, ist es für eine strafbefreiende Selbstanzeige zu spät.

Die Chance zur Selbstanzeige bleibt auch 2015 erhalten. Allerdings sollen die Regeln für die Selbstanzeigen, die ab dem 1. Januar 2015 abgegeben werden, weiter verschärft werden. Insbesondere müssen künftig sämtliche Konten für die letzten zehn Jahre (bislang i.d.R. fünf Jahre) vollständig nacherklärt werden. Das macht die Selbstanzeige deutlich aufwendiger. Stellt sich die Selbstanzeige – wie im Fall Hoeneß – nachträglich als unvollständig heraus, wirkt sie nicht. Wer eine Selbstanzeige in Betracht zieht und die Bankunterlagen vorliegen hat, sollte seine Chance noch bis Ende 2014 nutzen. Liegt kein exaktes Zahlenmaterial vor, können die Einkünfte zunächst auch geschätzt und später durch die Vorlage der professionell aufbereiteten Bankunterlagen konkretisiert werden. Damit die Selbstanzeige nicht verunglückt, ist ein kompetenter Berater unerlässlich.