VerpackungsCluster zur Fachtagung bei Zufall

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Text von: redaktion

Am 27. Januar 2011 trafen sich über 30 Vertreter aus den 48 Mitgliedsunternehmen zur Fachtagung des VerpackungsCluster Südniedersachsen e.V. (VC) bei der ZUFALL logistics group in Göttingen.

Steigende Mieten, hohe Treibstoffpreise, Mautgebühren… Lagerhaltung und Transport werden immer teurer und komplizierter und nehmen gerade darum einen immer höheren Stellenwert in Geschäftsabläufen und deren Planung ein.

Aus diesem Grund trafen sich die Vertreter des VerpackungsCluster Südniedersachsen e.V. (VC) bei der ZUFALL logistics group in Göttingen.

Die VC-Mitgliedsunternehmen wollen künftig enger in den Bereichen Stückguttransporte und LKW-Tourenoptimierung zusammen arbeiten, um so Synergieeffekte zu erzielen. „Da drängte sich eine Tagung beim Spezialisten Zufall geradezu auf“, so Roland Marx, Geschäftsführer des VC.

Das Familienunternehmen Zufall wurde 1928 in Kassel gegründet und ist seit 1934 in Göttingen ansässig. Heute ist Zufall ein weltweit agierender Spezialist für alles rund um Logistik, der 1.500 Mitarbeiter zählt und allein in Deutschland 9 Standorte betreibt. Jährlich bewegt Zufall über 3 Mio. Sendungen, allein am Standort Göttingen sind das 250 LKWs jeden Tag.

Von dieser Kompetenz konnten sich die Teilnehmer der Fachtagung bei der Firmenbesichtigung einen nachhaltigen Eindruck verschaffen. Vor allem ein Blick in die Umschlaghalle des Unternehmens zeigte, wie schnell bei einem großen Logistiker gearbeitet wird: „Es ist wie auf der Autobahn – viel Verkehr und unheimlich schnell“, zeigte sich Tagungsteilnehmer Holger Frahnert beeindruckt.

Die „VC-Arbeitsgruppe Logistik“, die sich aus Vertretern der Unternehmen Knüppel, Haendler & Natermann, Nette Papier, Harzer Kartonagen und Smurfit Kappa zusammensetzt, will nun prüfen, inwieweit Zufall sie bei ihren Projekten kompetent unterstützen kann.

Ganz im Zeichen der Kostenoptimierung stand auch der Vortrag von Ernst Grund, Projektleiter bei der RKW Niedersachsen: Er stellte das „Impulsprogramm Materialeffizienz“ vor, mit dem die Bundesregierung Unternehmen im produzierenden Bereich bei der Erschließung von Einsparpotenzialen unterstützt.

Materialkosten stellen im produzierenden Gewerbe mit mehr als 40 Prozent den größten Kostenfaktor dar; Grund genug also, hier etwas genauer nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. „Durch entsprechende Optimierung sind Einsparungen von ca. 20 Prozent möglich. Um über Umsatzsteigerungen ähnliche Effekte zu erzielen, müsste das Unternehmen den Umsatz fast verdoppeln“, so Grund.

Auch einige interne Themen standen auf der Agenda. Die Mitglieder wurden über die neu geschlossene Zusammenarbeit mit Measurement Valley und die in 2011 anstehenden Projekte „Stückgut-/ Tourenoptimierung“, „Förderung Zeitarbeitskräfte“ sowie „Strom- und Gaseinkauf“ informiert und diskutierten die zukünftige Präsentation der Unternehmen über das regionale Internetportal „Marktplatz Südniedersachsen“.

Abschließend stellte Stefanie Kleine, WRG, die Voraussetzungen zur Teilnahme am Innovationspreis 2011 der Region Göttingen vor, der „neue Ideen und ihre Umsetzung“ mit Preisen im Wert von 30.000 Euro würdigt.

„Ein gelungener Start in das Jahr 2011“, resümiert Marx, „interessante Themen, ein toller Gastgeber und zufriedene Teilnehmer. So haben wir es uns gewünscht.“