Vernetzte medizinische Kompetenz

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Text von: redaktion

Anlässlich des Besuchs von Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler am 4. Februar im Nephrologischen Zentrum Niedersachsen (NZN), einer Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste gGmbH (AWO GSD) am Standort Hann. Münden, erhielt der Minister Einblicke in die tragenden Fachabteilungen des NZN.

Themen wie Gesundheitsreform und die medizinische Versorgung vor allem in strukturschwachen Regionen wurden im Rahmen eines Informationsgesprächs erörtert. Gesundheitsleistungen im ländlichen Raum seien von der Politik bisher zu wenig berücksichtigt worden, betonte Geschäftsführer der AWO GSD Volker Behncke.

Intersektorale Angebote würden den Markt der Zukunft bestimmen. Diese könnten nur von Gesundheitszentren und durch Netzwerke ermöglicht werden.

Besonderes Interesse zeigte Rösler auch am Thema Organspende. Es sei Daueraufgabe auch der Politik, dieses Thema viel öfter ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Wer auf eine Niere wartet, müsse derzeit mit einer Wartezeit von fünf Jahren rechnen, erklärte Volker Kliem, Leitender Arzt des Transplantationszentrums.

Im NZN betrage der Anteil an Lebendspenden 15 bis 20 Prozent. Mit mehr als 100 Nierentransplantationen belegt das NZN derzeit pro Jahr bundesweit den vierten Platz.

Während des geführten Rundgangs durch die verschiedenen Fachabteilungen, konnte sich der Gesundheitsminister im Anschluss selbst von dem medizinischen Leistungsspektrum im NZN überzeugen.

In der im September 2009 neu eröffneten Palliativstation wurde ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung der Lebensqualität schwerstkranker Menschen gesetzt. Das palliative Gesamtkonzept wird 2012 mit der Errichtung eines Hospizes am Gesundheitszentrum eine weitere Stärkung in der ganzheitlichen Patientenversorgung erfahren.