Universitäts-Präsident sichert transparente Aufklärung zu

© Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Kurt von Figura informierte am 13. Mai 2009 die Mitglieder des Wissenschaftsauschusses des Niedersächsischen Landtags zu laufenden Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Sonderforschungsbereich “Stabilität von Randzonen tropischer Regenwälder in Indonesien“.

Er erläuterte die unverzüglich eingeleiteten Maßnahmen, um den Verdacht wissenschaftlichen Fehlverhaltens aufzuklären, der bei der Antragstellung zu einer vierten Förderperiode bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgekommen war.

Zudem gab er Auskunft über den Stand laufender Untersuchungen zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei der Mittelbewirtschaftung des SFB, die zur Zeit von der Internen Revision der Universität Göttingen sowie der Revision der DFG durchgeführt werden.

Abschließend stellte von Figura vorhandene Maßnahmen der Qualitätssicherung vor, die sowohl Vorschriften für die Antragstellung als auch eine Reorganisation bei der Mittelbewirtschaftung von Verbundprojekten betreffen.

„Unmittelbar nach Bekanntwerden des Verdachts beim SFB 552 haben wir die Ombudskommission eingeschaltet, die ihre Vorprüfung sehr zügig abgeschlossen und das Verfahren an die Untersuchungskommission weitergeleitet hat. Diese befasst sich jetzt mit dem Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten in 16 Einzelfällen“, so von Figura.

Ein ähnlicher Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten Einzelner im Fall des Graduiertenkollegs 1086 „Die Bedeutung der Biodiversität für Stoffkreisläufe und biotische Interaktionen in temperaten Laubwäldern“ befindet sich derzeit in der Vorprüfung durch die Ombudskommission.

Zu Fragen der Mittelbewirtschaftung des SFB gab er Auskunft über die Chronologie der eingeleiteten Untersuchungen. Dabei stellte er klar, dass weder er noch die Zentralverwaltung zu irgendeiner Zeit Unregelmäßigkeiten bei der Mittelbewirtschaftung des SFB 552 gebilligt haben.

Wie im Fall der Untersuchung auf wissenschaftliches Fehlverhalten gilt auch bei diesem Prüfverfahren, dass es zur Einleitung von Disziplinarverfahren und arbeitsrechtlichen Maßnahmen kommen kann, sollten sich im Verlauf der Prüfung zureichende tatsächliche Anhaltspunkte ergeben, die den Verdacht eines Dienstvergehens rechtfertigen.