Universität startet Hetairos-Programm

Text von: redaktion

Das bundesweit einzigartige Projekt der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG) will Neueinsteiger und erfahrene Lehrende zusammenbringen, um den Neulingen den Einstieg in den Lehralltag zu erleichtern.

Hetairos, das ist das altgriechische Wort für „Freund“ oder „Kollege“. Dieser Name ist Programm. Dabei bilden jeweils ein Nachwuchslehrender und ein routinierter Kollege ein so genanntes „Teaching Team“.

Die erfahrenen Lehrkräfte stehen den Neulingen zur Seite, planen mit ihnen gemeinsam das erste Seminar und helfen bei der Durchführung.

So erleben die Anfänger ihre erste Lehrveranstaltung nicht als den berühmten „Sprung ins kalte Wasser“, sondern können in Begleitung eines versierten Ko-Lehrenden Erfahrungen sammeln.

Die zehn Teaching Teams wurden bereits ausgewählt, im Sommersemester werden sie gemeinsam das erste Seminar halten.

Doch zunächst steht für die Nachwuchslehrenden Theorie auf dem Programm. Sie bekommen die Grundlagen der Hochschuldidaktik vermittelt:

Wie gestalte ich Seminare? Wie fülle ich die Rolle des Lehrenden aus? Welche Erwartungen gibt es seitens der Studierenden?

Dann folgen erste Beispiele aus der Praxis und ein Seminar zum Thema „Richtig prüfen“. Da das wichtigste Werkzeug des Lehrenden seine Stimme ist, erhalten die Teilnehmer zudem eine Stimm- und Rhetorikschulung.

Im Anschluss folgt die Team-Arbeit: Jeweils ein Junior-Lehrer und ein erfahrener Kollege erarbeiten gemeinsam ein Seminar von der Planung über die Vorbereitung bis hin zur Durchführung und Evaluation.

„Die Kombination aus Team-Teaching und der Begleitung durch Kurse und Praxisgespräche für Promovierende ist in dieser Zusammensetzung bundesweit einmalig“, so Projektreferent Florian Grötsch.

Das Hetairos-Programm will den Nachwuchswissenschaftlern den professionellen Einstieg in die Hochschullehre ermöglichen und so die Lehrqualität verbessern.

Es wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschuldidaktik Göttingen entwickelt und finanziert sich aus Mitteln der Zentralen Studiengebühren zur Verbesserung der Lehre.

Eine Fortsetzung des Projekts im Wintersemester ist geplant, derzeit suchen die Initiatoren nach Kooperationspartnern an der Universität und beim Land Niedersachsen.

„Wir haben bereits jetzt für eine Fortsetzung des Programms zahlreiche Anfragen von Promovierenden und Lehrenden“, so Florian Grötsch.