Universität modernisiert Chemie für 98 Millionen

Text von: redaktion

Die Georg-August-Universität Göttingen startet ihr bislang größtes Bauprojekt: In den kommenden zwölf Jahren soll die Chemie im laufenden Betrieb saniert werden. 98 Millionen Euro Baukosten fallen an, 65 Millionen Euro für die ersten drei Bauabschnitte hat das Land bewilligt.

Der Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtags bewilligte am Mittwoch, 14. März 2012, die Landesmittel für die ersten drei von insgesamt fünf Bauabschnitten. Die Kosten der ersten drei Bauabschnitte betragen rund 65 Millionen Euro bei einer Bauzeit von voraussichtlich sieben Jahren. „Auch diese Entscheidung zeigt, welchen großen Stellenwert die Universität Göttingen bei der CDU/FDP-Landesregierung hat“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Fritz Güntzler.

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Mai diesen Jahres. Die Gebäude der Fakultät für Chemie auf dem Nordcampus der Universität wurden 1972/73 bezogen. „Technik, Energieversorgung und Laborausstattung entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen“, erläutert Joachim Münch, Vizepräsident für Gebäudemanagement der Universität. „Mit der Sanierung sichern wir exzellente Bedingungen für Forschung und Lehre auf höchstem Niveau.“

„Eine Kernsanierung bei laufendem Betrieb stellt Fakultätsmitglieder, Studierende und die beteiligten Firmen vor besondere logistische und organisatorische Herausforderungen“, so der Dekan der Fakultät für Chemie, Lutz Ackermann. „Der große Aufwand wird von allen Beteiligten viel Geduld und Flexibilität verlangen. Wir sind jedoch zuversichtlich, am Ende der Sanierung Gebäude mit modernsten technischen Standards nutzen zu können, die uns in Forschung und Lehre viele neue Chancen eröffnen.“

Zu den geplanten Baumaßnahmen gehören unter anderem eine Verbesserung der Wärmedämmung sowie der Einbau eines neuen Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung, um Energiekosten deutlich zu senken. Die Labore mit Großgeräten werden zukünftig in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht, die Werkstattbereiche zu einem Werkstattzentrum und die drei Chemikalienlager zu einem zentralen Chemikalienlager zusammengeführt. Darüber hinaus werden die Bibliotheken der einzelnen chemischen Institute in die Bereichsbibliothek Chemie der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen integriert, die ebenfalls in den neuen Räumlichen untergebracht wird.